Börse: Siemens unter Druck - DER SPIEGEL
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Börse Siemens unter Druck

Die deutschen Aktienmärkte sind schwach in den Handel gestartet. Vor allem die schlechten Vorgaben der Nasdaq drückten auf die Stimmung.
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Frankfurt am Main - Der Dax lag am Morgen mit etwa 1,5 Prozent im Minus, am Neuen Markt rutschte der Nemax 50 um rund 2,6 Prozent ab. Der Dow Jones hatte am Vortag mit 0,2 Prozent im Plus geschlossen, der Nasdaq hatte dagegen um 3,7 Prozent nachgegeben. Die US-Technologiebörse war von Zurückstufungen und Gewinnwarnungen einiger Unternehmen im Technologiebereich belastet worden.

Im Blickpunkt standen die Aktien der Siemens AG, nachdem der Münchner Technologiekonzern zu Handelsbeginn Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 1999/2000 sowie neue Ertragsziele bekanntgegeben hatte. Das Siemens-Papier drehte nach einem positiven Beginn mit rund 2,5 Prozent ins Minus. Epcos gaben um rund 1,6 Prozent nach, Infineon sogar um etwa 5,5 Prozent.

SAP verloren etwa 1,9 Prozent. Ebenfalls schwach zeigten sich Deutsche Telekom, die um rund 2,1 Prozent nachgaben, sowie Volkswagen mit minus 3,2 Prozent und Deutsche Bank mit minus 3,6 Prozent. Positiv entwickelten sich dagegen ThyssenKrupp, die um rund 2,7 Prozent zulegten, und Deutsche Lufthansa, die mit etwa 1,5 Prozent im Plus lagen. Zu den Gewinnern gehörten auch Schering mit einem Plus von etwa 2,3 Prozent. Die Aktien waren bereits am Vortag gegen den Trend im Dax stark angezogen.

Einer Mitteilung der Frankfurter Börse vom Mittwochabend zufolge werden künftig die Titel der Hypovereinsbank, der Commerzbank und der e.on im Dax stärker gewichtet. Alle drei Werte konnten dennoch nicht von der Nachricht profitieren: Hypovereinsbank pendelten um ihr Vortagesniveau, Commerzbank gaben um etwa 1,2 Prozent und e.on um rund ein Prozent nach.

Am Neuen Markt gaben die Kurse mehrheitlich nach. Händler begründeten den schwachen Auftakt mit den negativen Vorgaben aus den USA und Asien. An der Nasdaq sei die erhoffte Rally nach der Wahlentscheidung in den USA ausgeblieben.

Im Nemax 50 verloren Constantin Film rund 10,8 Prozent. Fantastic gaben ohne neue Nachrichten etwa 9,5 Prozent nach. Händlern zufolge litt die Aktie unter Gewinnmitnahmen, nachdem die Anteile an dem Schweizer Internet-Infrastruktur-Anbieter in den Vortagen kräftig gestiegen waren. Zu den wenigen Gewinnern gehörten Ricardo.de, die gegen den Trend um etwa 2,6 Prozent zulegten.

Der Euro notierte am Morgen bei Kursen um 0,884 Euro.