Börse Siemens unter Druck
Frankfurt - Der Dax fiel bis zum frühen Nachmittag um gut ein halbes Prozent. Am Neuen Markt hielt der Nemax ein leichtes Plus von rund 0,3 Prozent.
"Das Vertrauen in den Markt fehlt", so ein Händler. Sah es vor dem vergangenen Wochenende noch danach aus, dass dem Dax nach oben ausbrechen könnte, sind diese Hoffnungen erneut zunichte gemacht, wie ein Marktteilneher erklärte. Die Wall Street entpuppe sich als Schaukelbörse mit abrupten Wechseln zwischen New- und Old Economy. Und in Europa drehe sich beim Anblick von Ölpreis und Euro der Magen um. Daher sei es nicht verwunderlich, dass sich der Dax mit Verlusten präsentiere.
Bayer fielen mit den schwachen Vorlagen von Dupont um über dreieinhalb Prozent. DaimlerChrysler legten wegen des niedrigeren Einstiegspreises bei Mitsubishi um gut ein halbes Prozent zu. Die Technologietitel gaben trotz günstiger Vorlagen aus den USA nach. Besonders Siemens kamen unter Druck und gaben rund zweieinhalb Prozent ab. Deutsche Telekom blieben mit etwa 0,2 Prozent nur leicht im Plus, SAP verbilligten sich um rund eineinhalb Prozent.
Am Neuen Markt sah das Bild anders aus: Stärkster Gewinner mit einem Plus von rund 17 Prozent waren Lobster, nachdem ein Großauftrag von Web.de verkündet wurde. WWL konnten nach Bekanntgabe einer Zusammenarbeit mit Sun Microsystems rund drei Prozent zulegen. Zu den Verlierern zählten die Gewinner der letzten Tage, Artnet.com mit einem Minus von knapp acht Prozent und F.A.M.E mit einem Minus von gut fünfeinhalb Prozent.
Der Euro konnte sich erholen, notierte bei 0,8730 US-Dollar. Händler sprachen allerdings von einer technischen Reaktion. Die Gemeinschaftswährung bleibe schwach.