Börse: T-Aktie stemmt sich gegen Dax-Trend - DER SPIEGEL
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Börse T-Aktie stemmt sich gegen Dax-Trend

Der Deutsche Aktienindex hat im Vergleich zu den Morgenstunden Boden gutgemacht. Dennoch ging der Index mit roten Zahlen aus den Handel. Der Neue Markt schnitt noch schlechter ab. Gegen den Trend konnte sich die T-Aktie behaupten.
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Frankfurt am Main - Zum Handelsende zeigte die Dax-Tafel in der Frankfurter Börse ein Minus von 40,54 Punkten und einen Endstand von 6938,33 Zählern an. Händler sprachen von einem weitestgehend ereignislosen Geschäft. "Wir haben zwar etwas mehr Umsatz als an den Vortagen, so richtig etwas passiert ist aber eigentlich nicht", sagte ein Broker. Grundsätzlich sei der Markt überverkauft. Für ein echtes Kaufsignal fehle ein "Ausschütteln" des Dax, der das Barometer auf ein Niveau um 6400 Punkte drücke, von wo aus er dann wieder zum Sprung nach oben in Regionen um 7300 oder 7400 Zähler ansetzen könne. Vom derzeitigen Level aus sei allenfalls ein Niveau um 7100 Stellen erreichbar. Generell sei aber im Vergleich zum Jahresbeginn weniger Liquidität im Markt, was sich bis zum Herbst vermutlich auch nicht ändere, hieß es.

SAP führte die Liste der Verlierer im Dax an. Nach einer angeblich enttäuschenden Investorenkonferenz geriet die Technologieaktie des Walldorfer Software-Konzerns unter Druck. Zwischenzeitlich fiel der Kurs um fast 8 Prozent auf 538,10 Euro, erholte sich zum Handelsende aber leicht auf 542,80 Euro, das bedeutet einen Abschlag von 7,13 Prozent. Am Tage ihrer Hauptversammlung gaben Commerzbank 3,05 Prozent auf 38,20 Euro nach. Das Institut plant keine strategische Neuausrichtung und hält an der Vision einer grenzüberschreitenden Europabank fest.

Die T-Aktie war Spitzenreiter im Dax. Der Nachhall der Telekom-Hauptversammlung und unter dem Eindruck der Tarifsenkung von T-Online gewann der Titel 1,89 Prozent auf 62,15 Euro. Dahinter folgten Allianz (plus 1,61 Prozent), HypoVereinsbank (plus 1,50 Prozent) und Karstadt Quelle (plus 1,42 Prozent). Insgesamt standen 12 Gewinner 18 Verlierern im Blue-Chip-Index gegenüber.

Am Neuen Markt folgten die Wachstumswerte den schwachen US-Vorgaben vom Vortag. Der Nemax-50 gab 2,63 Prozent auf 5671,22 Zähler nach. Buch.de legte nach Verlusten zu Beginn der Woche um gut 15 Prozent zu und ging mit 6 Euro als Tagessieger aus dem Handel. Auch Trintech verbesserte sich um 10 Prozent auf fast 20 Euro. Mosaic Software dagegen blieb der Verlierer des Freitags. Der Titel büßte mehr als 23 Prozent ein und wurde zuletzt mit 28,60 Euro gehandelt. Federn musste ebenfalls Musicmusicmusic lassen (minus 17 Prozent). Börsenneuling Tele Atlas fiel mit einem Schlusskurs von 18,90 Euro unter den Ausgabepreis (19 Euro).

Der Rentenmarkt tendierte schwächer. Rex und Bundfuture gaben um jeweils 0,01 Punkte auf 109,74 Prozent beziehungsweise 105,04 Punkte ab. Die Bundesbank hatte zuvor die Umlaufrendite mit 5,27 festgestellt.

Die EZB legte den Euro-Referenzkurs mit 0,9143 Dollar fest. Im Devisenhandel wurde die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 0,9271 Dollar gehandelt. Mittlerweile sei die Euro-Erholung teilweise fundamental abgesichert, begründeten Händler den Kurs. Zwar seien die US-Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter nur mit Vorsicht zu genießen, aber immerhin hätten diese eine Abkühlung signalisiert.