Börse T-Online belastet den Dax
Frankfurt am Main - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montagmittag in flauem Geschäft Verluste verbucht. Bis zum Nachmittag verlor der Dax rund 100 Zähler auf unter 7500 Punkte. Der Nemax-50 gab um 259,11 oder 3,49 Prozent auf 7156,36 Zähler nach.
Vor allem die Deutsche Telekom sorgte für den Kursrutsch des Blue-Chip-Index. Händler machten dafür die unerwartet niedrige Bookbuilding-Spanne für T-Online verantwortlich. Die T-Aktie musste kräftige Einbußen hinnehmen. Sie gab um 5,60 Euro oder 6,67 Prozent auf 78,40 Euro nach und war damit das Schlusslicht im Dax. Mit dem Börsengang von T-Online fließt dem Mutterkonzern nun weniger Kapital zu. Die Aktien der Internet-Tochter T-Online kosten zwischen 26 und 32 Euro, im Markt war über 30 bis mehr als 50 Euro spekuliert worden.
Henkel rutschten um 3,28 Euro oder 5,47 Prozent auf 56,72 Euro. Dagegen stiegen Deutsche Bank um 1,79 Euro oder 2,59 Prozent auf 70,99 Euro.
Gegen den Trend am Neuen Markt legte die Aktie von Brain Force zu, das Unternehmen hatte am Morgen den Kauf der Münchener GMRS GmbH gemeldet, einem Spezialisten für Telekommunikationsnetze. Brain Force stiegen um 28,11 Prozent oder 5,30 Euro auf 27,80 Euro.
Zusätzlich setzte die erwartete schwache Eröffnung der Wall Street das deutsche Börsenbarometer unter Druck. Die New Yorker Börse werde unter der gescheiterten Einigung von Microsoft und der US-Kartellbehörde leiden, so die Broker. Das Dow-Jones-Schwergewicht, das auch an der Nasdaq notiert ist, verlor im Frankfurter Parketthandel um 7,80 Prozent oder 8,50 Euro auf 100,50 Euro.
Die Europäische Zentralbank legte den Euro-Referenzkurs mit 0,9564 Dollar fest, damit war ein Dollar 2,0459 Mark wert. Der Bund-Future stieg um 19 Stellen auf 105,60 Zähler, der Rex legte drei Zähler auf 110,80 Euro zu. Die Umlaufrendite belief sich am Montagmittag auf 5,12 Prozent nach 5,11 Prozent am Freitag.