Börse: Technologiewerte belasten den Dax - DER SPIEGEL
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Börse Technologiewerte belasten den Dax

Die deutschen Aktien haben bis zum frühen Abend überwiegend an Wert verloren. Schlechte Vorgaben aus den USA drückten auch die Stimmung am Neuen Markt.
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Frankfurt am Main - Das Geschäft verlaufe bei dünnen Umsätzen eher ruhig, sagte Aktienhändler Frank Diergard von Robert Fleming. Der Dax ließ um ein knappes Prozent nach. Unter den schwachen Vorgaben der Nasdaq litten vor allem die Wachstumswerte am Neuen Markt. Der Nemax-50 fiel um gut eineinhalb Prozent.

Ins Minus ging der Dax vor allem wegen der Technologiewerte: Infineon verloren fünfeinhalb Prozent, SAP gute viereinhalb Prozent, Epcos über vier Prozent. Auch Siemens gaben um über drei Prozent nach. Händler führten dies auf den Negativtrend an der US-Technologiebörse Nasdaq zurück. Telekom notierten um gut ein halbes Prozent leichter.

Im Mittelpunkt des Dax-Geschehens standen jedoch die Finanz- und Versicherungstitel, die nach einer Empfehlung der Investmentbank Goldman Sachs anzogen. Die Analysten bestätigten die Münchener-Rück-Aktie auf ihrer Empfehlungsliste. Das Papier gewann fünf Prozent und stand damit an der Spitze der Gewinnerliste. Die Aktie der Allianz stuften die Experten ebenfalls herauf. Allianz zogen um rund 2,7 Prozent an.

Positiv äußerten sich die Analysten von Goldman Sachs auch zu Bankentiteln: Daraufhin stiegen Dresdner um gut ein Prozent. Commerzbank kletterten um gut ein halbes Prozent. Die Gerüchte über einen geplanten Kauf der amerikanischen Investmentbank JP Morgan belasteten hingegen das Papier der Deutschen Bank: Der Titel gab um gut eineinhalb Prozent nach. Die "Wirtschaftswoche" hatte das Übernahmegerücht in die Welt gesetzt. Die Deutsche Bank wollte die Spekulationen nicht kommentieren.

Auch der Neue Markt hat am Mittwoch deutlich nachgegeben. "Die Nasdaq zieht uns mal wieder runter", sagte ein Händler. Andere sagten, der Neue Markt befinde sich in einer Konsolidierungsphase und müsse erst die Kursanstiege der vergangenen Woche verarbeiten.

Zu den größten Gewinnern gehörten die Aktien der Artnet.com AG, die um 30 Prozent zulegten. Ein Händler sagte, die Aktien werde allein von privaten Investoren hochgezogen. Zudem sei die Abgabebereitschaft sehr dünn, so dass bereits eine geringe Nachfrage für Kursbewegung sorge. Auch der Börsenneuling Linos setzte seinen Aufwärtstrend mit einem Kurszuwachs von 16 Prozent fort.

Zu den größten Verlierern am Neuen Markt gehörten die Vortagesgewinner Management Data Software und CAA. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem beide Werte am Dienstag deutliche Kurszuwächse verzeichnet hatten.

Beim Euro jagte ein Rekordtief das andere, im Devisenhandel wurden zwischenzeitlich nur noch 0,8741 US-Dollar für den Euro bezahlt. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 0,8750 Dollar. Der Dollar war damit 2,2352 Mark wert.