Börse: Technologiewerte heben den Dax - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Technologiewerte heben den Dax

Knapp behauptet ist der Deutsche Aktienindex aus dem Handel gegangen. Er lag mit 7109,67 Punkten nur um 0,1 Prozent unter Vortagesniveau. Am Neuen Markt stieg der Nemax-50 um 1,8 Prozent.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Nach einer viel versprechenden Eröffnung infolge der guten US-Vorgaben waren die Tagesgewinne bereits im frühen Handelsverlauf abgebröckelt. Am Nachmittag sorgten dann einige US-Konjunkturdaten wieder für Aufschläge.

Im Plus schlossen die Deutsche Telekom und die Technologiewerte. Telekom gewannen 2,3 Prozent, hier wurden besonders am Nachmittag Käufer aus Übersee gesichtet. SAP stiegen um 0,4 Prozent, Siemens um ein Prozent und Epcos um 2,8 Prozent.

Deutsche Bank legten um 3,3 Prozent zu. Auch Dresdner und HypoVereinsbank drehten gegen Handelsende ins Plus. Zur Deutschen Bank hieß es, schon seit einigen Tagen gebe es größere Orders in der Aktie. Händler verwiesen auf Spekulationen über weitere Gespräche zwischen Allianz und der Deutschen Bank. Einige Teilnehmer sahen die Aufschläge auch in der Nachricht begründet, die Deutsche Bank verkaufe ihren 19-prozentigen Anteil an der polnischen BIG-Bank.

Zu den Kursverlierern gehörten die Automobil- und die Konsumwerte. DaimlerChrysler fielen um 2,7 Prozent, VW ermäßigten sich um 1,5 Prozent. Konsumwerte wie Karstadt fielen um 3,7 Prozent, Metro verbilligten sich um 4,8 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass sich die Stimmung für diesen Sektor wieder eingetrübt habe.

Auch mit den Chemiewerten ging es bergab, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Gewichtung des Chemiesektors in ihrem Musterportfolio reduziert hatten. Bayer, die mit der Ankündigung eines Potenzmittels eigentlich für positive Schlagzeilen gesorgt hatten, verminderten sich um zwei Prozent, BASF verbilligten sich um 3,1 Prozent.

Am Neuen Markt konnte der TV- und Filmanbieter H5B5 nach einer Kaufempfehlung von "Börse Online" nochmals um 5,0 Prozent zulegen. Auch Vectron, ein Anbieter elektronischer Kassensysteme, gewann nach optimistischen Gewinnprognosen 5,6 Prozent. Tagesverlierer am Neuen Markt war das Softwarehaus CPU. Nach der Meldung von Verlusten in Höhe von 5 Millionen Euro brach das Papier um 18 Prozent ein.

Der Euro blieb deutlich über der Marke von 93 US-Cent. Er notierte am frühen Abend bei 0,9351 Dollar.