Börse: Telekom hält den Dax im Minus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börse Telekom hält den Dax im Minus

Heftige Verluste der Telekom-Aktie haben am Donnerstag eine Rückkehr des Dax in die Gewinnzone verhindert. Das Papier verlor in Frankfurt 6,5 Prozent. Wegen des hohen Gewichts der T-Aktie Dax für die Standardwerte blieb der Markt trotz einer Erholung bei vielen anderen Titeln leicht im Minus.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt/Main - Die Telekom-Aktie schloss bei 61,00 Euro. Der Dax gab schließlich 0,4 Prozent auf 6474,92 Punkte nach. Der M-Dax für die wichtigsten Nebenwerte gewann 0,5 Prozent auf 4016,15 Punkte. Der Nemax-50 für den Neuen Mark gab 0,4 Prozent auf 4775,84 Punkte ab.

Die T-Aktie litt wie andere europäische Telekommunikationswerte unter Gewinnmitnahmen und darunter, dass sich viele Investoren aus den hochbewerteten Technologie- und Telekomwerten verabschieden. Bei der Deutschen Telekom kam die Unsicherheit über die Zukunft des Gemeinschaftsunternehmen Global One hinzu. Anleger befürchten ein teures Bietergefecht mit France Télécom um die Kontrolle bei Global One. Mit der Mannesmann-Aktie, die 3,2 Prozent auf 210,10 Euro verlor, kam auch der zweitstärkste Verlierer im Dax aus der Branche.

Tagessieger waren konsumnahe Aktien. Den größten Gewinn erzielten Karstadt mit plus fünf Prozent auf 35,70 Euro. Lufthansa gewannen 4,3 Prozent auf 23,83 Euro zu, Adidas ebenfalls 4,3 Prozent auf 73,00 Euro.

Einige Experten sehen nun bald neue Chancen zum Einstieg in den Aktienmarkt. Ein Dax-Stand bei 6200 Punkten wäre ein gutes Niveau für neue Käufe. Auf mittlere Sicht seien die Aussichten für Aktien gut. "Man sollte aber noch etwas warten", sagt Wolfgang Sawazki, Leiter des Aktienresearch bei der WestLB in Düsseldorf. Er rechne mit einer Leitzinserhöhung in den USA Anfang Februar und danach mit einem weiteren Abwärtsschritt des Dax bis 6200 Punkte. Dann dürfte die Talsohle erreicht sein. Eine größere Unterstützungszone im Dax liegt nach Ansicht der Frankfurter Experten im Bereich der alten Höchststände bei etwa 6200 Punkten.

Der Rentenmarkt gab in Frankfurt leicht nach. Der Bund-Future verlor zwölf Stellen auf 102,77, der Rex 0,2 Prozent auf 109,81. Die Umlaufrendite wurde bei 5,34 Prozent um zwei Stellen höher als am Vortag festgestellt.

Der Euro gab zuletzt etwas nach und wurde bei 1,0311 Dollar umgesetzt. Ein Dollar kostete damit 1,8968 Mark. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0388 Dollar (Vortag: 1,0368) festgesetzt.