Börse Telekom und T-Online unter Druck
Frankfurt am Main - Der Dax lag am Freitag mit gut einem halben Prozent im Minus. Da am Freitag erstmals bis 20 Uhr gehandelt wurde, kam es nur noch in den ersten Handelsminuten zu Kursgewinnen im Dax, dann rutschte der Index unter das Vortagesniveau.
Der Handelstag begann unter positiven Vorzeichen. Der Dow Jones war am Freitag um 1,3 Prozent gestiegen, der Nasdaq verbesserte sich um 6,44 Prozent. Der Nikkei-225-Index präsentierte sich zum Wochenauftakt sehr freundlich und legte um 2,4 Prozent zu. Die positiven Vorgaben der Wall Street sorgten für die Fortsetzung der Aufwärtstendenz am japanischen Aktienmarkt. Die für diese Woche erwartete Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 0,25 Prozentpunkte ist nach Händlerangaben bereits in den momentanen Aktienkursen enthalten.
Deutsche Telekom lagen mit 3,4 Prozent im Minus. SAP gaben um 0,9 Prozent nach und Siemens tendierten mit 2,4 Prozent leichter. Karstadt-Quelle waren mit einem Abschlag von rund 3,6 Prozent zunächst größte Verlierer im Dax. Nach dem Börsengang der Tochter comdirect war auch der Kurs der Commerzbank-Aktie unter Druck: Bis zum Nachmittag verlor das Papier rund 2,3 Prozent. Zu den wenigen Gewinnern zählten die Verlierer der Vorwoche, BASF mit plus 1,3 Prozent und DaimlerChrysler mit plus von 2,5 Prozent.
Am Neuen Markt zeigte sich zunächst eine freundliche Tendenz, gegen Mittag fielen aber auch dessen Kursbarometer ins Minus. Der Nemax-50 ging um rund ein Prozent zurück. Die Aktie der comdirect Bank erzielte nach einem Emissionspreis von 31 Euro einen ersten Kurs von 38 Euro, fiel dann aber auf rund 36 Euro zurück. Kursgewinne von knapp sechs Prozent gab es für die Aktie von Das Werk. Die TV-Produzenten hatten zuvor ihre Fusion mit einer digitalen Produktionsfirma bekannt gegeben. T-Online verbilligten sich hingegen um knapp sechs Prozent. Ein möglicher Grund für die Verluste ist die Klage von AOL gegen die Deutsche Telekom wegen ihres geplanten XXL-Tarifes. AOL will verhindern, dass die Telekom ihre Online-Tocher indirekt subventioniert.
Der Euro zeigte sich am Montagmorgen sehr stabil oberhalb von 94 US-Cent und wurde zuletzt bei 0,944 Dollar gehandelt. Am Freitag übersprang der Euro bereits die Marke von 0,95 US-Dollar und wurde im Hoch bei 0,9504 US-Dollar umgesetzt. Die US-Arbeitsmarktdaten sowie die schwächeren US-Auftragseingänge signalisierten nach Meinung von Experten eine merkliche Abkühlung der US-Wirtschaft und führten zu erheblichen Umschichtungen in den Euro.