Börse: Telekom zieht Dax nach unten - DER SPIEGEL
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Börse Telekom zieht Dax nach unten

Der deutsche Aktienmarkt tendierte am Montag erneut leichter. Auch der Neue Markt verzeichnete Verluste.
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Frankfurt - Der Dax gab bis zum frühen Nachmittag um 0,7 Prozent nach. Der Nemax-50 verlor knapp eineinhalb Prozent. Händler erklärten die nachgebenden Kurse mit Verlusten in Tokio und Hongkong sowie dem 2,9-Prozent-Minus des Nasdaq-Composite-Index.

Hauptgesprächsthema ist immer noch der Opec-Beschluss, die Rohölfördermenge pro Tag um 800.000 Barrel zu erhöhen. Insbesondere die Transport- und Chemiewerte profitierten von dem günstigeren Öl. Unter den Gewinnern sind Lufthansa mit einem Plus von über einem Prozent. Grund sei die Zeitungsmeldung, dass die Lufthansa-Gewinne dieses Jahr stärker als erwartet wachsen, sagten Händler. Auch BASF konnten um gut ein halbes Prozent zulegen.

Auf der Verliererseite standen HypoVereinsbank, die gut eineinhalb Prozent nachgaben. Hier belaste das Scheitern der Fusion zwischen Bayerischer Brau-Holding und der Brau und Brunnen AG die Stimmung, heißt es. Starke Verluste gab es bei Allianz und Münchener Rück. Allianz verminderten sich um zweieinhalb Prozent, Münchener Rück um knapp drei Prozent. Diese Werte sind laut Händlern die eigentlichen Verlierer der Index-Anpassungen in der laufenden Woche.

Auch die Technologietitel gaben nach: Infineon verloren knapp eineinhalb Prozent, SAP verbilligten sich um gut ein Prozent. Schwergewicht Deutsche Telekom verloren zwei Prozent.

Am Neuen Markt konnten D+S Online und Abit jeweils über elf Prozent zulegen. Verantwortlich für den Kurssprung der Abit dürfte die Übernahme der CST GmbH gewesen sein, sagten Marktbeobachter. D+S Online profitiere von einer Kaufempfehlung in "Euro am Sonntag".

Auf der Verliererstraße befanden sich Infomatec mit einem Minus von knapp 15 Prozent und Lobster mit einem Minus von sieben Prozent. Infomatec droht der Ausschluss vom Neuen Markt, nachdem beide Beraterbanken ihr Mandat niedergelegt hatten.

Der Euro erreichte ein neues Allzeittief von 0,8569 US-Dollar. Die Erklärung der EU-Finanzminister zur Stabilisierung der Währung sei nicht konkret genug gewesen, heißt es.