Börse: Telekom zieht den Dax hoch - DER SPIEGEL
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Börse Telekom zieht den Dax hoch

Der Deutsche Aktienindex hat im Handelsverlauf 133 Punkte gewonnen. Gezogen von der T-Aktie legte das Börsenbarometer 6967 Zähler zu. Der Neue Markt konnte seine Tagesgewinne nicht zuletzt wegen der unangetasteten Zinsen im Euroraum verteidigen.
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Frankfurt am Main - Die Aktie der Deutschen Telekom entpuppte sich im Handelsverlauf als Highflyer im Dax. Der Wert knackte die 60-Euro-Marke und verteuerte sich um 6,96 Prozent auf 60,54 Euro. Händler führten die "harmonische" Hauptversammlung der Telekom als Grund für den Kursschub an. Die angekündigte Senkung der Tarife für T-Online werde neue Kunden anlocken, hieß es. Auch sei die Zukunftsstrategie des Unternehmens viel versprechend.

Von der starken T-Aktie profitierten auch die anderen Technologiewerte im Dax. SAP zogen um 5,97 Prozent auf 586 Euro an. Epcos schoben sich um 5,33 Prozent auf 124,50 Euro vor. Siemens verteuerten sich auf 148,63 Euro. Den zweiten Platz im Dax nahm jedoch die Münchener Rück ein. Der Versicherungstitel ging mit plus 6,45 Prozent aus dem Handel.

Am unteren Ende des Aktienindex lag Fresenius Medical Care. Sie sank um 4,89 Prozent auf 83,60 Euro. Eine konkrete Begründung konnte keiner der Marktteilnehmer liefern. "Auffällig ist jedoch, dass Werte Fresenius gemeinsam mit Schering in den vergangenen Tagen sehr fest schlossen", sagte ein Händler. Nachdem Titel wie Deutsche Telekom wieder zulegten, stünden die beiden Aktien nun auf der Verliererstraße.

Am Neuen Markt legte der Nemax-50 4,73 Prozent auf 5836,61 Zähler zu. Die Gewinnerliste im Wachstumsmarkt führte einsam Musicmusicmusic an. Die Aktie zog um 47,65 Prozent auf 8,80 Euro an. In weitem Abstand folgten Ebookers (plus 22,33 Prozent), H5B5 Media (plus 22,31 Prozent) und AT&S Austria (plus 21,21 Prozent). Mediascape stand dagegen unter starkem Verkaufsdruck. Der Titel wurde mit einem Minus von 19,42 Prozent bei zuletzt 36,10 Euro gehandelt.

Die Europäische Zentralbank drehte auf ihrer Sitzung in Frankfurt nicht an der Zinsschraube und belastete damit den Euro. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweilig wieder unter die 90-Cent-Marke. Die EZB legte den Referenzkurs auf 0,8981 Dollar fest. Im späten Handel erholte sich der Euro jedoch wieder leicht und wurde mit 0,9075 Dollar gehandelt.

Der Rentenmarkt bot ein uneinheitliches Bild: Während der Rex um 0,03 Punkte auf 109,50 Prozent stieg, sank der Bund-Future um 0,14 Prozent auf 104,42 Prozent.