Börse: Donald Trump veröffentlicht Arbeitsmarktdaten vor offizieller Bekanntgabe - DER SPIEGEL
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Einfluss auf die Börse Trump veröffentlichte Arbeitsmarktdaten vor offizieller Bekanntgabe

Stunden bevor sie offiziell veröffentlicht wurden, hat der US-Präsident die jüngsten Arbeitsmarktzahlen auf seiner Plattform Truth Social gepostet. Ein ungewöhnlicher Vorgang, der die Märkte beeinflussen könnte.
US-Präsident Donald Trump
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Foto: Leah Millis / REUTERS

US-Präsident Donald Trump hat Zahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt bereits Stunden vor der offiziellen Veröffentlichung publik gemacht und damit für Irritationen in Politik und Wirtschaft gesorgt. Auf seiner Plattform Truth Social teilte Trump am späten Donnerstagabend (Ortszeit) eine Grafik mit vorläufigen Arbeitsmarktdaten. Das berichten mehrere Medien, darunter die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Grafik zeigt, dass die US-Wirtschaft seit Januar rund 654.000 neue Stellen im privaten Sektor geschaffen hat, während im öffentlichen Dienst etwa 181.000 Arbeitsplätze weggefallen sind. Diese Zahlen wurden jedoch erst am Freitag im viel beachteten Dezember-Bericht des Arbeitsministeriums offiziell veröffentlicht.

Zwar erhält der US-Präsident die Arbeitsmarktdaten traditionell vorab, um der Regierung eine Vorbereitung auf mögliche Marktreaktionen zu ermöglichen. Dass ein Präsident damit dann voreilig selbst an die Öffentlichkeit geht, gilt als äußerst ungewöhnlich.

Arbeitsmarktzahlen beeinflussen die Märkte

Arbeitsmarktzahlen gehören zu den wichtigsten Konjunkturindikatoren und können an den Finanzmärkten deutliche Kursbewegungen auslösen. Marktteilnehmer, die früher Zugang zu solchen Informationen haben, könnten daraus theoretisch Vorteile ziehen.

Allerdings handelte es sich bei den von Trump veröffentlichten Werten nicht um jene Kennzahlen, die üblicherweise die stärksten unmittelbaren Marktreaktionen hervorrufen. In der von Trump veröffentlichten Tabelle wurden sowohl das Statistikamt des Arbeitsministeriums (Bureau of Labor Statistics) als auch Berechnungen des Council of Economic Advisers als Quellen genannt.

In einem offiziellen Statement teilte das Weiße Haus zu dem Vorfall mit, dass es zu einer »unbeabsichtigten öffentlichen Offenlegung von Daten« gekommen sei, die teilweise aus vorab veröffentlichten Informationen abgeleitet wurden.

dtt/Reuters

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