Börse: UMTS-Auktion drückt Telekom-Aktien - DER SPIEGEL
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Börse UMTS-Auktion drückt Telekom-Aktien

Der Dax hat am Dienstag nach schwachen Vorgaben aus den USA seine Gewinne vom Vortag wieder vollständig abgegeben. Die Wachstumswerte am Neuen Markt hielten sich dagegen weiter deutlich im Plus.
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Am Nachmittag notierte das Börsenbarometer knapp ein halbes Prozent leichter als am Montag. Wie schon an den Vortagen verwiesen Händler auf die starke Abhängigkeit der deutschen Aktien von der Entwicklung an den US-Börsen. "Von da kommt der Wind. Ist dort Flaute, geht es auch andernorts nicht voran," sagte ein Händler in Frankfurt. Deutliche Impulse aus den USA werden den Angaben zufolge erst wieder Mitte kommender Woche nach der Entscheidung der US-Notenbank über den weiteren Zinsverlauf erwartet.

An den US-Märkten gaben die Standardwerte am Dienstag im frühen New Yorker Handel knapp ein Prozent nach. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen nach den Zuwächsen vom Montag. Da mit einer Verlangsamung der US-Konjunktur zu rechnen sei, würden auch die Befürchtungen über geringere Gewinne der Unternehmen steigen, hieß es weiter. Der Nasdaq-Index lag mit knapp einem halben Prozent im Minus.

Unterschiedliche Ansichten gab es am Aktienmarkt über die Auswirkungen der Versteigerung der deutschen UMTS-Lizenzen. Einige Händler sagten, es mache sich angesichts der inzwischen erreichten Gebotssumme Angst breit, die beteiligten Unternehmen könnten zu viel Geld für die Lizenzen ausgeben. Andere Händler sagten hingegen, die Summe der Gebote liege noch innerhalb der Spanne, die vor der Auktion von Realisten erwartet worden sei.

Die Aktien der Deutschen Telekom gaben am Dienstag rund zweieinhalb Prozent nach. Als Grund dafür nannte ein Teil der Händler die UMTS-Auktion. Die Telekom-Tochter T-Mobil ist einer der Bieter. Die Aktien der e.on, die sich über die Tochter VIAG Interkom ebenfalls um eine Lizenz bemüht, notierten unverändert, während MobilCom um gut dreieinhalb Prozent nachgaben.

Zu den deutlichsten Verlierern im Dax gehörten erneut Metro. Die Aktien des Einzelhändlers verloren nach den Verlusten am Vortag weitere dreieinhalb Prozent. Zur Begründung wurde erneut auf die mögliche Herausnahme der Metro-Aktie aus dem europäischen Aktienindex Stoxx50 verwiesen. Eine Herausnahme aus einem solchen Index wirkt üblicherweise belastend für eine Aktie, da Fonds, die den Index exakt nachbilden, dann diese Papiere verkaufen.

Aufwärts ging es mit der Aktie des Chipherstellers Infineon die gut dreieinhalb Prozent. Indes gaben Siemens, Epcos und SAP zwischen einem halben und eineinhalb Prozent nach.

Die meist gehandelte Aktie am Frankfurter Neuen Markt war zuletzt EM.TV, die Papiere des Münchner Medienunternehmen kletterten um rund sechs Prozent. Unter den Schwergewichten notierten ConSors ebenfalls fest. Nach Vorlage der besser als erwarteten Halbjahresergebnisse am Montag gewannen die Aktien im Tagesverlauf rund sechseinhalb Prozent.

Singulus erholten sich leicht von den deutlichen Kursverlusten des Vortages und legten um gut ein Prozent zu. Ebenfalls erholt zeigten sich die Aktien des Konkurrenten STEAG Hamatech. Die Papiere gewannen über 14 Prozent. Nach den Kurseinbrüchen der vergangenen Tag sammelten einige Anleger die Papiere billig ein, sagte ein Händler.

Der Euro blieb im Tagesverlauf stabil bei Kursen um 0,912 Dollar.