Börse Verluste auf breiter Front
Frankfurt am Main - Der Dax verlor 2,16 Prozent und ging mit 7211,51 Punkten aus dem Handel. Von 30 Dax-Titeln notierten sieben im Plus und 23 im Minus. Nach der US-Zinsentscheidung vom Vortag und den anschließenden Warnungen der US-Notenbank Fed vor Inflationsgefahren befürchten Händler neue Zinsschritte in den USA und Europa.
Der New Yorker Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch schwächer. So war der Dow Jones bis zum Handelsschluss in Europa um 1,55 Prozent gefallen, der Nasdaq-Index um 2,45 Prozent.
Die Aktien der Deutsche Telekom büßten 5,97 Prozent auf 62,20 Euro ein und waren damit größte Kursverlierer. Der Kurseinbruch der T-Aktie sei auf die in vergangener Zeit stark gestiegene Volatilität des Papiers zurück zu führen, sagten Analysten. Außerdem hätten Marktgerüchte über eine angebliche Gewinnwarnung die Aktien gedrückt. Auch die anderen Technologietitel standen am Mittwoch unter Druck: Siemens verloren 4,04 Prozent und SAP fielen um 3,15 Prozent. Allein Epcos konnten sich mit einem Kursgewinn von 1,31 Prozent dem Abwärtstrend entziehen.
Die VW-Aktien notierten um 2,93 Prozent niedriger, nachdem der "Stern" berichtet hatte, der Gewinn des Autokonzerns für das laufende Jahr müsste nach unten korrigiert werden. VW bezeichnete den Bericht als "blanken Unsinn". Starke Verluste gab es auch bei den Aktien von BMW, die offenbar weiter unter den Nachwehen der Rover-Krise leiden. Die Aktie verbilligte sich um 5,13 Prozent.
Größte Kursgewinner waren Fresenius Medical Care mit einem Plus von 4,04 Prozent. Händler vermuteten einen größeren Investor hinter den Käufen.
Am Neuen Markt verlor der Nemax-50 1,93 Prozent. Lycos Europe musste seinen Gewinn vom Vortag nahezu vollständig abgeben. Nach der Bekanntgabe der Fusion von Terra und Lycos war der Wert am Dienstag um 10,8 Prozent gestiegen, fiel aber am Mittwoch wieder um 8,1 Prozent. T-Online waren angesichts der neuen Konkurrenz-Situation im Internet leicht unter Druck und verloren rund 3,4 Prozent.
Am Devisenmarkt hielt die Schwäche des Euro an. Er fiel am frühen Abend bis auf die Marke von 0,892 Dollar und war damit weniger als ein Cent von seinem Allzeittief entfernt.