Börse: Verluste für BMW und Lufthansa - DER SPIEGEL
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Börse Verluste für BMW und Lufthansa

Bis zum Mittag pendelte der Dax um sein Vortagesniveau. Der Neue Markt rutschte wieder tief ins Minus.
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Frankfurt am Main - Der Dax lag im frühen Handel mit rund 0,2 Prozent im Plus, während der Nemax 50 mit einem Minus von knapp drei Prozent sogar unter der Marke von 4900 Punkten lag. Die US-Leitbörsen hatten am Donnerstag im Minus geschlossen: Der Dow Jones war um 0,6 Prozent gefallen, und die Nasdaq wurde erneut von Gewinnwarnungen belastet. Der Index der US-Technologiebörse ging 1,5 Prozent leichter aus dem Handel. Der Markt war von den Negativ-Meldungen der großen Blue Chips wie Intel, Apple und Dell verunsichert worden. Nach Angaben von US-Brokern werden die Technologiewerte kurzfristig wohl alte Tiefstände vom April testen.

Im Dax gerieten die Aktien von BMW stark unter Druck und verloren bis zum Mittag mehr als zweieinhalb Prozent. Die größten Verlierer waren Lufhansa, die um knapp drei Prozent fielen. Die Fluggesellschaft hat ihre Pläne aufgegeben, weitere Anteile an DHL Worldwide zu übernehmen.

Kursgewinne verzeichneten die Titel von Preussag, die gut ein Prozent zulegten. Die Börse honoriert die Konzentration des Konzerns auf die Tourismus-Sparte. Konzernchef Michael Frenzel hatte am Donnerstag den Verkauf der Gebäudesparte angekündigt. Mit dieser Summe und dem kartellrechtlich notwendigen Verkauf der Anteile am Reiseunternehmen Thomas Cook bezahlt er die Übernahme der britischen Thomson Travel.

Abwärts ging es dagegen für Infineon. Die Aktie des Siemens-Ablegers verlor rund zwei Prozent. Händler führten die Verluste auf die Verunsicherung bei den Technologiewerten insgesamt zurück. Siemens konnten dagegen ihre Gewinne vom Vortag um eineinhalb Prozent ausbauen.

Am Neuen Markt starteten Teles, die am Donnerstag noch über 26 Prozent verloren hatten, rund fünfzehn Prozent fester. Das Unternehmen hatte vor Handelsbeginn eine Kooperation dem PC-Händler Vobis bekannt gegeben.

Lycos Europe verloren rund sechs Prozent. Zuvor war bekannt geworden, dass das Onlineunternehmen für die Geschäftskunden der Viag Interkom sowohl Such- als auch Katalogfunktionen zur Verfügung stellen will.

Börsenneuling Syzygy fiel am ersten Tag gleich auf 18,5 Euro zurück. Damit lagen die Aktien des Anbieters von E-Business-Lösungen unter dem Ausgabekurs von 20,00 Euro. Am Grauen Markt waren die Papiere zuvor mit 23,00 Euro gehandelt worden.

Der Euro kam nach einer weiteren Abschwächung im New Yorker Handel wieder über die Marke von 87 US-Cent und notierte im europäischen Handel bei Kursen um 0,872 Dollar.