Börse: Verluste für Infineon - DER SPIEGEL
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Börse Verluste für Infineon

Entgegen den Erwartungen ist der deutsche Aktienmarkt mit Kursgewinnen in die Handelswoche gestartet. Die Wachstumswerte am Neuen Markt wurden allerdings von der Wall Street negativ beeinflusst.
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Die schwachen Vorgaben der Nasdaq erwiesen sich zunächst nicht als Belastung für das deutsche Börsenbarometer. Der Dax stieg um gut ein Prozent, fiel dann aber wieder auf ein Plus von 0,6 Prozent zurück. Am Neuen Markt lag der Nemax-50 am frühen Abend mit gut einem Prozent im Minus.

Angesichts anstehender Zinsentscheidungen in den USA war die Stimmung am Markt verhalten. In den USA rechnen Analysten überwiegend damit, dass die Fed die Zinsen unverändert belässt. Trotzdem hielten sich die Marktteilnehmer in Frankfurt vorerst noch bedeckt, sagten Händler, zumal die Fed mit Blick auf die US- Präsidentschaftswahlen das letzte Mal bis zum Frühjahr 2001 Gelegenheit für einen Zinsschritt habe.

Positiv auf die Commerzbank wirkt sich ein Bericht des "Handelsblatts" aus, wonach Generali, die Banco Santander und Banca Intesa das deutsche Kreditinstitut übernehmen, falls die Gespräche mit der Dresdner Bank scheitern. Die Aktien verbesserten sich um gut zweieinhalb Prozent.

DaimlerChrysler rutschten nach dem nun bestätigten Einstieg bei Hyundai mit 0,3 Prozent leicht ins Minus. Stärkste Verlierer im Dax waren gegen Mittag Infineon mit rund drei Prozent Abschlag und Deutsche Lufhansa, die sich um gut viereinhalb Prozent verbilligten. Die Gewinnerliste wurder von Münchener Rück mit einem Plus von rund viereinhalb Prozent angeführt.

Ohne Auswirkungen auf den Kurs der T-Aktie blieben Berichte, wonach die Fusionsgespräche mit Freeserve abgebrochen worden sind. Die Titel gewann rund ein halbes Prozent, T-Online kletterten am Neuen Markt um gut eineinhalb Prozent.

Am Neuen Markt hatte zunächst Abit den größten prozentualen Gewinn zu verzeichnen. In den vergangenen Wochen hatte das Papier Anleger mit einem Kurszerfall in helle Aufregung versetzt. Die Gesellschaft gab zu Wochenbeginn die Übernahme eines US-Unternehmens bekannt. Abit legten knapp 18 Prozent zu. Nach starken Kursgewinnen in der Vorwoche verbilligten sich GPC Biotech um rund zehn Prozent. Dagegen gewannen November bis zum Mittag rund sieben Prozent.

Der Euro ist mit Kursverlusten in die Woche gestartet. Er notierte bei Kursen um 0,938 Dollar, nachdem er im Tagesverlauf schon unter die Marke von 93 US-Cent gefallen war.