Börse Versöhnlicher Wochenausklang
Frankfurt am Main - Der Dax reduzierte am Nachmittag seine Verluste und schloss um 0,02 Prozent auf 6618 Punkte fast unverändert. Am Neuen Markt legte der Nemax-50 um 1,72 Prozent auf 4622 Punkte zu. Der M-Dax stand bei 4773 Punkten und damit um 0,28 Prozent unter dem Vortagesniveau.
"Schwierige Phase" im Dax
"Wir haben eine schwierige Phase im Dax", erklärte eine Händlerin der BHF-Bank. Analysten sehen jedoch einen Hoffnungsschimmer nach der zurückliegenden Achterbahnfahrt der Kurse.
Im späten Handel standen Deutsche Bank und Technologieaktien auf der Kaufliste der Anleger. Deutsche Bank legten um 3,13 Prozent auf 92,60 Euro zu. Dresdner Bank-Papiere verbesserten sich um 1,46 Prozent auf 45,90 Euro, während Commerzbank-Titel um 0,97 Prozent auf 30,75 Euro nachgaben.
Der Technologiesektor präsentierte sich zum Wochenschluss uneinheitlich. Epcos verteidigten mit 4,80 Prozent auf 89,08 Euro die Spitzenposition im Dax.
Siemens mit einem deutlichen Kursaufschwung
Siemens-Papiere kletterten um 2,39 Prozent auf 143,35 Euro. Die Aktien stiegen in Erwartung guter Geschäftszahlen Anfang November. Zudem plant Siemens ein umfangreiches Aktien-Programm für die 440 000 Beschäftigen des Konzerns. Die Aktien müssten am Markt gekauft werden und stützten damit den Kurs, hieß es von Analysten.
Die Aktien des Software-Konzerns SAP litten noch unter der Veröffentlichung der Quartalszahlen am Vortag, erklärten Händler. Das Papier notierte zuletzt um 3,35 Prozent schwächer bei 216,49 Euro.
Telekom schloss leicht im Plus
Die Aktie der Deutschen Telekom wurde zuletzt um 0,13 Prozent fester bei 38,30 Euro gehandelt. Damit gab sie einen Großteil der Tagesgewinne ab.
Zu den Schlusslichtern im Dax zählten die Aktien von MAN mit einem Kursabschlag von 3,17 Prozent auf 28,08 Euro. BASF-Aktien wurden am Freitag von der Investmentbank Dresdner Kleinwort Benson zurückgestuft. Bei den in drei Wochen anstehenden Quartalszahlen sei mit einem Nettoverlust zu rechnen.
BASF teilte zudem mit für das Geschäftsjahr 2000 eine Sonderdividende von 0,7 Euro je Aktie auszuschütten. Die Dividende werde zusätzlich zu der an der Geschäftsentwicklung orientierten Dividende gezahlt. Die Aktien verbilligten sich um 1,60 Prozent auf 40,55 Euro.
Euro-Börsen schlossen etwas fester
Die europäischen Börsen in London und Paris schlossen unter dem Einfluss der Wall Street fester. Der EuroStoxx50 der wichtigsten Aktien in Euroland legte um 1,1 Prozent auf 4 889,23 Punkte zu.
In den USA präsentierte sich die Nasdaq mit 2,49 Prozent auf 3 503,82 Punkten fester. Auch die Industriewerte im Dow Jones standen zuletzt im Plus mit 0,39 auf 10 182,94 Punkten.
Zockereuphorie am Neuen Markt
Am Nachmittag war der Kurs des Internet-Providers Gigabell am Neuen Markt nach den neuesten Gerüchten um eine Übernahme durch World Access um fast 70 Prozent auf 10,90 Euro explodiert.
Der Euro bleibt über der 84-Cent-Marke
Der Euro hielt sein schwaches Niveau am Devisenmarkt nahezu konstant. Er wechselte zuletzt bei 0,8430 Dollar den Besitzer. Der Dollar war 2,3205 Mark wert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro auf 0,8452 Dollar (Donnerstag: 0,8411) fest. Damit kostete der Dollar 2,3140 Mark.
Am Rentenmarkt gab es kaum Bewegung. Der Bund-Future stieg um 0,1 Prozent auf 105,64 Punkte. Der Rentenmarktindex REX sank um 0,1 Prozent auf 110,25 Punkte. Die Deutsche Bundesbank stellte die Umlaufrendite am Mittag bei 5,24 (Donnerstag 5,25) Prozent fest.