Börsen in Fernost Nikkei bleibt unverändert
Frankfurt am Main/Tokio - Der Nikkei-Index schloss bei 9613 Zählern fast unverändert. Nach den Terroranschlägen in den USA war der Nikkei-Index am Mittwoch erstmals seit 17 Jahren unter die wichtige 10.000-Punkte-Marke gefallen. Der breiter angelegte Topix legte um 3,10 Punkte oder 0,3 Prozent auf 993,90 Zähler zu. Der Euro wurde im frühen Geschäft unverändert zum Vortagskurs von 0,9067-70 Dollar gehandelt.
In Frankfurt gedachten die Händler mit einer Schweigeminute an die Opfer der Attentate. Die Händler der deutschen Großbanken hielten sich zurück: "Es werden nur die wichtigsten Aufträge ausgeführt, bis deutlich wird, welche Auswirkung die Terrorserie hat", sagte ein Börsianer. In Deutschland sollen die amerikanischen Werte erst am Morgen nach Handelsbeginn an der Wall Street wieder gehandelt werden.
Airlines und Autobauer unter Druck
Der Dax ging mit einem Plus von 61 Zählern (1,6 Prozent) auf 4335 Punkte aus dem Handel. Der Nemax 50 notierte ein Prozent fester bei 849 Punkten. Die Aktien der Lufthansa gaben ebenso nach wie die Anteile des Touristikkonzerns Preussag . Marktbeobachter erwarten zahlreiche Stornierungen, die Airlines und Touristikunternehmen unter Druck setzen könnten. Deutlich unter Druck standen auch die Titel der Autobauer BMW und Volkswagen .
Versicherer und Versorger leicht erholt
Die Energieversorger Eon und RWE gingen mit Gewinnen von jeweils rund fünf Prozent aus dem Handel. Die Versicherer Münchner Rück und Allianz konnten sich leicht erholen: Branchenkenner rechnen mit einer Belastung von mehreren Milliarden Mark für die beteiligten Versicherer, Allianz schätzt die eigene Belastung auf rund 700 Millionen Euro.
Auch die Technologiewerte konnten auf sehr niedrigem Niveau etwas Boden gut machen. Epcos, Deutsche Telekom, SAP und Infineon schlossen jeweils über Vortagesschluss.
Ölpreis stabilisiert - Erklärung der G 7
Der US-Dollar gewann im Vergleich zum Euro wieder an Boden. Auch der Ölpreis stabilisierte sich überraschend schnell. Am Mittwochmittag lag er für ein Barrell Rohöl bei 28,27 Dollar. Kurz nach den Anschlägen war der Preis auf über 30 Dollar gestiegen. Die Regierungen und Notenbanken der großen Industrieländer und das Internationale Währungsinstitut (IWF) sind nach der Anschlagserie Befürchtungen einer Weltwirtschaftskrise entgegengetreten. In einer gemeinsamen Erklärung kündigten die G7 an, im Falle von wirtschaftlichen Störungen einzugreifen.
Euro unter die Marke von 91 Cent gefallen
Der Euro ist am Mittwoch wieder unter die 0,91-Dollar-Marke gefallen. Gegen 20 Uhr kostete die europäische Gemeinschaftswährung 0,9065 Dollar. Am Vortag war die europäische Gemeinschaftswährung nach den Terrorangriffen auf die USA sprunghaft nach oben geschnellt.