Börsen-Tippspiel Zocker setzen auf Spanien als Weltmeister
WM-Pokal: Bereits über 500 Teilnehmer beim Börsenspiel
Foto: Alex Livesey / Getty ImagesHamburg - Die Fußball-Nationalmannschaft spielt am Donnerstagabend gegen Bosnien-Herzegowina. "Danach wird man sehen können, wie die Börsianer die Chancen der Deutschen sehen", sagt Henning Vöpel vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut (HWWI). Er hat das Börsen-Tippspiel entwickelt, am ersten Tag haben sich bereits über 500 Teilnehmer angemeldet.
Nach zunächst wilden Kursschwankungen sind inzwischen auch die ersten Favoriten auszumachen: Spaniens virtuelle Aktie ist mit 15 Cent am teuersten, Deutschland gehört zu einer Fünfer-Spitzengruppe. Die deutsche Aktie wird am Mittag mit einem Kurs von 12 Cent gehandelt, knapp sieben Cent unter dem Wert vom Vortag. Außerdem sind vor allem die Papiere von Argentinien, Brasilien und den Niederlanden begehrt. "Die Spitzenteams liegen noch sehr eng beieinander", sagt Vöpel.
Als Außenseiter unter den Zockern gelten Honduras, Nordkorea und Slowenien. Ihr Börsenwert liegt jeweils deutlich unter einem Cent. Das bedeutet: Der Markt bewertet die Siegchancen dieser Länder mit weniger als ein Prozent.
Und so funktioniert der Fußball-Aktienmarkt: Für jedes Land, das an der WM teilnimmt, werden Aktien am Markt gehandelt. Mit einer vorgegebenen Summe virtueller Euro können Sie Papiere von der Bank kaufen oder an die Bank verkaufen. Kauf- und Verkaufspreis ist in diesem Fall jeweils ein virtueller Euro. Dazu kann man direkt am Markt Aktien von den Mitspielern erwerben; in diesem Fall schwankt der Preis je nach Marktwert der Mannschaft.
Für jede Aktie des zukünftigen Weltmeisters wird am Ende der Marktlaufzeit ein virtueller Euro ausbezahlt. Alle anderen Aktien werden wertlos. Ziel des Spiels ist es, bis zum Schlusspfiff des Endspiels am 11. Juli in Johannesburg aus dem Startkapital durch geschicktes Handeln ein möglichst großes Vermögen zu machen. Der Gewinner darf sich über ein Luxuswochenende in einer deutschen Metropole freuen.
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