Börsen-Vorbereitungen: Bahn will weniger investieren - DER SPIEGEL
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Börsen-Vorbereitungen Bahn will weniger investieren

Um sich fit für die Börse zu machen, will die Bahn ihre Investitionen in den kommenden Jahren deutlich zurückfahren. So soll die Verschuldung "auf ein akzeptables Niveau" gesenkt werden. Spart das Unternehmen zu Lasten seiner Zukunft?
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Laut Konzernplanung für die Jahre 2006 bis 2010 sinken die Nettoinvestitionen des Staatsunternehmens deutlich. 2006 sollen sie noch gut 2,7 Milliarden Euro betragen, berichtet das manager magazin unter Berufung auf die interne Mittelfristplanung des Konzerns. Im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2010 würden sie aber laut Plan nur noch rund 2,45 Milliarden Euro betragen. Damit lägen die Investitionen pro Jahr 1,2 Milliarden Euro niedriger als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Mit den Einschnitten bei den Investitionen will die Bahn offenbar ihre Bilanz aufpolieren.

"Vordringlich ist", heißt es in der Mittelfristplanung, "dass Cashflow und Investitionen in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht werden und darüber hinaus die Verschuldung auf ein akzeptables Niveau gesenkt wird." Die gesparten Investitionsmittel sollen demnach in den Abbau von Verbindlichkeiten gesteckt werden.

Bahn-Kritiker befürchten, dass mit den reduzierten Investitionen wichtige Zukunftsprojekte des Staatsunternehmens wie Neubaustrecken gefährdet werden könnten. Die Bahn selbst spricht in ihrer Planung von "erheblichen Zeit- und Kostenrisiken" für ihre Infrastrukturprojekte.

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