Börsenauftakt Cisco belastet Nemax-Start
Frankfurt am Main - Der Dax gab in den ersten Handelsminuten 0,45 Prozent auf 6081 Punkte nach. Am Neuen Markt verlor der Nemax 50 1,35 Prozent auf 1855 Zähler. Der M-Dax büßte 0,46 Prozent auf 4583 Punkte ein.
Kaum Veränderungen in Indizes
Im Dax bleibt vorerst alles beim Alten. Dem Finanzdienstleister MLP bleibt die Aufnahme ins Edelsegment der Deutschen Börse vorerst verwehrt. Der Arbeitskreis Aktienindizes beschloss am Dienstagabend, dass erst das offizielle Übernahmeangebot der Allianz an die Dresdner Bank abgewartet werden soll.
Bewegung gibt es dagegen im M-Dax, wo die Deutsche Börse den Platz von Philipp Holzmann einnehmen wird. Im Nemax 50 ersetzt Umweltkontor künftig SER Systeme. Für die kommenden Tage ist bei den Aufsteigern mit kleineren Aufschlägen zu rechnen, die Absteiger könnten weiter unter Druck geraten.
Uneinheitliche Vorgaben könnten die Technologiewerte wieder in Turbulenzen drängen. Zwar legten die Tech-Titel am Vortag in New York wieder ordentlich zu, doch stießen die Zahlen vom Netzwerkhersteller Cisco Systems auf geteilte Reaktionen. Der operative Gewinn sei bei der globalen Konjunkturabkühlung und schrumpfenden Aufträgen der Telekommunikationsindustrie drastisch gesunken, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit.
Unter Herausrechnung von Einmalbelastungen wies Cisco mit drei Cents je Aktie einen etwas höheren Gewinn aus, als Analysten zuletzt in ihren nach einer Gewinnwarnung gesenkten Prognosen vorhergesagt hatten. Cisco-Chef John Chamber gab sich optimistisch und sagte, er erwarte, dass die Netzwerk- und Telekommunikationsindustrie in den nächsten ein bis zwei Quartalen den Tiefpunkt erreichen wird. Die Cisco-Aktie stand dennoch nachbörslich unter Druck und zog auch an den asiatischen Börsen andere Technologiewerte nach unten.
Belastend wirken sich weiterhin die jüngsten Konjunkturzahlen aus den USA aus. Besonders problematisch sind die Daten zur fallenden Produktivität und den steigenden Lohnstückkosten. Mit höheren Löhnen wächst gleichzeitig auch die Gefahr einer steigenden Teuerungsrate. In diesem Falle wird jedoch der Handlungsspielraum von Fed-Chef Alan Greenspan eingeschränkt. Eine schnelle und deutliche Zinssenkung der US-Notenbank wird damit unwahrscheinlicher. "Die Zahl der Anleger, die an einer schnellen Erholung der US-Wirtschaft zweifeln, steigt", kommentierte Bill Barker, Investment Strategist bei Dain Rauscher Wessels, die Situation.
In Frankfurt wird wieder einmal die Lufthansa im Visier der Anleger stehen. Nachdem die Tarifgespräche am Dienstagabend erfolglos abgebrochen wurden, steht der Kranichlinie ein weiterer Streik ins Haus, der den Aktienkurs belasten könnte.
Schwacher Handel in Tokio
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte büßte 204,20 Punkte oder 1,4 Prozent ein und ging mit 14.084 Zählern aus dem Markt. Zwischenzeitlich war das fernöstliche Kursbarometer unter die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Punkten gerutscht, machte zum Handelsende hin aber wieder Boden gut. Der marktbreitere Topix gab um 18,43 Punkte oder 1,3 Prozent auf 1392 Zähler nach.
Um 15.00 Uhr Ortszeit notierte der Dollar fester mit 121,63-66 Yen nach 121,35-38 Yen am Dienstag. Der Euro wurde schwächer mit 0,8840-50 Dollar notiert nach 0,8892-98 Dollar am Vortag.
Der amerikanische Blue-Chip-Index Dow Jones ging am Dienstag mit einem Minus von 0,5 Prozent aus dem Handel, auf einem Stand von 10.884 Punkten. Der breiter gefächerte S&P 500 fiel um 0,2 Prozent auf 1261 Zähler zurück. Die Nasdaq verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 2199 Punkte.