Börsenauftakt: Epcos bricht ein - DER SPIEGEL
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Börsenauftakt Epcos bricht ein

Die schwachen Vorgaben aus New York geben den Trend vor: Dax und Nemax 50 liegen kurz nach Handelsbeginn im Minus bei minus 0,7 Prozent beziehungsweise minus 0,5 Prozent.
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Frankfurt am Main - Bei den Standardwerten notieren lediglich wenige Titel im Plus. Die Papiere des Energiekonzerns e.on führten die Gewinnerliste mit Aufschlägen von 0,79 Prozent auf 57,24 Euro an, nachdem die Aktie am Vortag als schwächster Wert aus dem Handel gegangen war. Deutsche Telekom verharrten in etwa auf ihrem Vortagsniveau von 33,22 Euro. Eine Meldung der New York Times, wonach sich die VoiceStream-Übernahme vermutlich bis Mai oder Juni hinziehen werde, zeigte zunächst keine Wirkung auf den Aktienkurs. Leicht im Plus standen auch die Aktien von DaimlerChrysler, die 0,2 Prozent stärker notierten.

Mit Abstand schwächster Wert im Dax war zu Handelsbeginn die Epcos-Aktie mit minus 4,9 Prozent auf 82,80 Euro. Händler führten dies auf eine Rückstufung des Papiers durch die amerikanische Investmentbank Merrill Lynch zurück. Als weiterer belastender Faktor käme hinzu, dass der Bauelemente-Hersteller die charttechnisch wichtige 85er Marke unterschritten habe.

Unter den Wachstumswerten im Nemax-50 hatten zunächst die Aktien von CE Consumer die Nase vorn. Das Unternehmen hatte am Morgen einen Großauftrag mit einem Volumen von rund 15 Millionen Mark gemeldet. Das Papier notierte mit 3,55 Prozent im Plus. Schwächster Wert im marktbreiteren Nemax-All-Share waren die Aktien von Popnet, die rund zehn Prozent nachgaben.

Der erste Kurs der Aktien der sunways AG ist am Neuen Markt bei 13 Euro festgestellt worden. Der Ausgabepreis lag bei 7 Euro. Händler und Analysten hatten dem Papier des Konstanzer Solarspezialisten bereits am Tag der Erstnotiz eine Verdoppelung des Ausgabepreises zugetraut. "Der Wert wird sicher ein Erfolg werden", sagte Guiseppe-Guido Amato vom Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz. Der Wert war 30fach überzeichnet.

Amato erwartete, dass sich der Kurs am ersten Handelstag "zwischen 11,5 und 15 Euro einpendeln wird". Auch Uwe Schellscheit von Trinkhaus & Burkhardt sah die Aktie "als solide Geldanlage mit kurzfristigen Gewinnchancen". Er rechnete mit einem Schlusskurs am ersten Handelstag zwischen 12 und 16 Euro. Beide Experten rechneten unterdessen damit, dass viele kurzfristig orientierte Anleger auf hohe Zeichnungsgewinne spekulieren. Die Aktie sei allerdings in erster Linie als langfristiges Investment zu sehen.

Grund für die positiven Prognosen der meisten Wertpapierspezialisten ist die hinter dem Unternehmen stehende Technologie. sunways hatte bereits mit der patentierten so genannten Power Solarzelle für Aufsehen in der Branche gesorgt. Die neuartige Solarzelle hat nach Angaben von Experten gegenüber herkömmlichen Systemen den Vorteil, dass sie lichtdurchlässig ist und daher zum Beispiel auch in Glasfassaden eingesetzt werden kann. Auf dem Grauen Markt erzielte sunways in den letzten Tagen vor dem Börsengang Preise zwischen 13 und 15 Euro je Anteilsschein.