Börsenauftakt Verhaltener Start in Frankfurt
Frankfurt am Main - Die deutschen Standardwerte fielen in der ersten halben Stunde um 0,1 Prozent auf 5766 Punkte. Der Nemax 50 für die wichtigsten Werte des Wachstumssegments kletterte um 0,7 Prozent auf 1438 Zähler.
Wall Street erlebt Kursfeuerwerk
Dow Jones und Nasdaq legten am Donnerstag ein Kursfeuerwerk aufs Parkett. Der Blue-Chip-Index ging mit einem Gewinn von 4,23 Prozent, auf einen Stand von 9918 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 4,37 Prozent auf 1151 Zähler.
Die Nasdaq fuhr den drittgrößten Gewinn in ihrer Geschichte ein: Der Technologieindex schloss mit einem Plus von 8,93 Prozent, auf einem Stand von 1785 Punkten. Der Aufschwung wurde vornehmlich von den Technologiewerten getragen. Aber auch die defensiven Werte konnten deutliche Gewinne einfahren.
Am Nachmittag wird es heute noch einmal spannend: In den USA werden vor der Wall-Street-Eröffnung die neusten Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Volkswirte prognostizieren einen Rückgang des Beschäftigungszuwachses auf 74.000 nach 135.000 im Februar. Der Beschäftigungszuwachs für Januar wurde um 44.000 nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht ansteigen von 4,2 Prozent auf 4,3 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne für März sollten um 0,3 Prozent gestiegen sein nach 0,5 Prozent im Vormonat.
Hauptversammlung bei Infineon
In Frankfurt stehen heute vor allem die Werte der Siemens-Tochter Infineon im Blickpunkt. Die Aktionäre des Halbleiter-Herstellers kommen zur ersten Hauptversammlung des Unternehmens in Stuttgart zusammen. Trotz des schwierigen Marktumfelds wollte Infineon-Vorstandschef Ulrich Schumacher vor der Hauptversammlung keine Gewinnwarnung abgeben.
Auch die am Vortag starke Telekom wird voraussichtlich wieder für Wirbel sorgen. Anleger warten gespannt auf eine endgültige Entscheidung der Federal Communications Commission (FCC). Marktbeobachter erwarten, dass die US-Behörde die Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom genehmigen wird.
Am Neuen Markt hat Comroad am Morgen gute Zahlen präsentiert. Das Unternehmen hat die Planzahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2001 übertroffen, die zuvor am 16. März angehoben worden waren. Der Umsatz in Höhe von 14,4 Millionen Euro liegt um mehr als 200 Prozent über dem Umsatz des entsprechenden Vorjahres-Zeitraums.
Tokio knapp behauptet
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Freitag nach anfänglichen Verlusten knapp behauptet geschlossen. Aus Enttäuschung über ein Not-Konjunkturnotpaket der Regierung büßte der Nikkei-Index für 225 führende Werte nach Aussagen von Händlern zwischenzeitlich mehr als 100 Punkte ein. Zum Handelsschluss ging das fernöstliche Börsenbarometer mit einem nur geringfügigen Plus von 2,38 Punkten bei 13.383 Punkten ins Wochenende.
Das Konjunkturpaket sieht im Kern eine zuvor bereits angekündigte Zwei-Jahresfrist für 16 der führenden Banken zur Beseitigung ihrer faulen Kredite vor. Zudem wird "so bald wie möglich" die Schaffung eines Fonds angestrebt, der mit Staatshilfe Unternehmensbeteiligungen der Banken aufkaufen soll. Details sind allerdings noch unklar.
Die erstmals offizielle Rücktrittsankündigung des japanischen Ministerpräsidenten Yoshiro Mori spielte Händlern zufolge keine große Rolle, da ein baldiges Ausscheiden des unbeliebten Regierungschefs ohnehin erwartet worden war.
Der Dollar notierte um 15.00 Uhr Ortszeit fester mit 125,17-20 Yen nach 124,73-76 Yen am Donnerstag. Der Euro wurde schwächer mit 0,8965-75 Dollar notiert nach 0,9060-70 Dollar am Vortag.