Börsenausblick: Alan, Apple, Intel und so weiter - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Alan, Apple, Intel und so weiter

Nach der späten Aufholjagd an der Wall Street werden die deutschen Aktienmärkte am Dienstag vermutlich fester eröffnen. Im Mittelpunkt steht die Aufsichtsratssitzung der Deutschen Telekom.
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Frankfurt am Main - Am Monatg verlor der Dow Jones Industrial Average im Handelsverlauf bis zu 440 Punkte oder fünf Prozent - um dann im späteren Handelsverlauf ein beachtliches Comeback zu starten: Der Dow reduzierte sein Minus auf 0,5 Prozent (8639 Punkte). Der Nasdaq Composite drehte sogar mit 0,7 Prozent auf 1382 Zähler ins Plus. Von der Kehrtwende dürften die deutschen Aktienmärkte profitieren. Der Dax präsentierte sich vorbörslich rund 130 Punkte fester.

Marktteilnehmer erklärten, im späten Geschäft hätten Hedgefonds massiv begonnen, ihre offenen Shortpositionen zu schließen. Dabei sei es zu einem Schneeballeffekt gekommen. "Der gesamte institutionelle Handel war auf einmal wieder da", sagte Jay Indovino, Stratege bei SunGuard Institutional Brokerage.

Vor allem Technologiewerte hatten trotz negativer Analystenkommentare einen großen Teil ihrer Verluste wieder wettgemacht oder waren ins Plus gedreht. Merrill Lynch hatte sich negativ zu Chipwerten geäußert. Salomon Smith Barney hatte die Aktien der Softwarekonzerne PeopleSoft und Siebel Systems abgestuft.

Der Zahlenreigen beginnt

Papiere von Apple   kletterten in New York um 4,2 Prozent auf 18,23 Dollar. Der Computerhersteller legt heute nach Börsenschluss seine Geschäftszahlen vor. Auch Intel  , die nach der Schlussglocke mit ihren Zahlen herauskommen, gewannen 6,2 Prozent auf 19,12 Dollar.

Intel wird nach Ansicht von Analysten im zweiten Quartal 2002 bei gestiegenem Umsatz ein leicht schwächeres Ergebnis verzeichnen. Von First Call/Thomson Financial befragte Experten rechnen im Durchschnitt mit elf US-Cent je Aktie (EPS). Im Vorjahreszeitraum waren es noch zwölf Cent.

Zahlen werden heute überdies von Johnson & Johnson  , Nextel, Merrill Lynch und General Motors   erwartet. Bei dem weltweit führenden Autohersteller erwarten die Experten eine deutlich Ergebnissteigerung.

Mit Spannung wird gegen 16 Uhr (MEZ) die Rede von US- Alan Greenspan zum Halbjahresbericht der Notenbank, zur Geldpolitik und zur Konjunktur erwartet.

Hebt DaimlerChrysler die Prognosen an?

Positive Nachrichten gibt es zu DaimlerChrysler  . Der Autokonzern wird nach Informationen des "Wall Street Journal" wegen besser als erwartet laufender Geschäfte der US-Tochter Chrysler seinen Ausblick für das Gesamtjahr anheben. Die nach oben revidierte Geschäfts-Prognose werde der Konzern bei der Vorlage seiner Ergebnisse zum zweiten Quartal am Donnerstag bekannt geben, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Vor Handelsbeginn meldete der Elektronikkonzern Phlips einen Nettoverlust für das zweite Quartal von 1,355 Milliarden Euro. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Verlust noch 770 Millionen Euro betragen. Der Verlust je Aktie hat sich nach Ad-hoc-Meldungen vom Morgen auf 1,07 Euro nach einem Verlust von 0,60 Euro erhöht. Operativ hat der Konzern ein Ergebnis von 165 Millionen Euro (minus 745 Millionen Euro) erwirtschaftet.

Der Euro wurde am Morgen mit 1,0079 Dollar gehandelt, nachdem er am Vortag nach rund zweieinhalb Jahren wieder die Parität zum Dollar erreicht hatte.

Die asiatische Leitbörse in Tokio notierte kurz vor Handelsschluss im roten Bereich. Der Nikkei gab rund ein halbes Prozent auf 10.323 Zähler ab.

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