Börsenausblick: Autowerte weiter im Mittelpunkt - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Börsenausblick Autowerte weiter im Mittelpunkt

Marktbeobachter rechnen mit einer schwächeren Eröffnung nachdem die Leitbörse in New York und der Nikkei haben im Minus geschlossen. Im Blickpunkt stehen am Dienstag wieder die Autotitel und der Versorger RWE.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main – Die deutschen Aktienmärkte werden voraussichtlich etwas schwächer in den Handelstag starten. Negative Vorgaben aus Japan und USA drücken die Stimmung. Zudem könnten aufgrund unsicherer Konjunkturaussichten weitere Gewinnmitnahmen einsetzen.

"Die Marktprognose ist, was das Timing der Konjunkturerholung betrifft, vielleicht etwas zu optimistisch gewesen", erklärte Kevin Bannon, Chefanlagestratege bei BNY Asset Management, die deutlichen Kursanstiege in der vergangenen Woche. Heute Mittag wird das Europäische Statistikamt (Eurostat) die Erzeugerpreise für den Monat November, die Einzelhandelsumsätze für den Monat Oktober und den Index für das Verbrauchervertrauen für den Monat Dezember veröffentlichen. Analysten erhoffen sich von den Zahlen Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung in Euroland. In den USA sollen kurz nach Eröffnung der Wall Street die neusten Daten über die Industrieaufträge im Monat November veröffentlicht werden.

In Frankfurt steht der Versorger RWE   im Blickpunkt der Anleger. Das Unternehmen hat am Morgen bereits seinen vorläufigen Bericht über das Rumpfgeschäftsjahr 2001 veröffentlicht. RWE hat den Angaben zufolge im verkürzten Geschäftsjahr 2001 (Juli-Dezember) sein Betriebsergebnis voraussichtlich um mindestens 18 Prozent gesteigert. Der Zuwachs stammt hauptsächlich aus dem Kerngeschäft. Das Betriebsergebnis liegt damit bei rund 1,97 Milliarden Euro. Der Umsatz nahm vor allem durch erstmalige Einbeziehung neuer Unternehmen um etwa neun Prozent auf rund 32 Milliarden Euro zu.

Weiterhin im Rampenlicht sollten auch die Autotitel stehen, die am Montag deutlich verloren haben. Am Rande der derzeit laufenden Detroit Motor Show gab es nur verhaltene Prognosen für das Geschäftsjahr 2002. Vor allem DaimlerChrysler   stand wegen dem US-Ableger Chrysler deutlich unter Druck.

Nikkei und Dow Jones schließen schwächer

Der japanische Aktienmarkt hat am Dienstag deutlich schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte fiel um 246,76 Punkte und beendete den Handel beim Stand von 10.695 Punkten. Das entspricht einem Verlust von 2,3 Prozent zum Schlussstand am Montag. Als Grund nannten Händler Gewinnmitnahmen bei Bank- und Technologieaktien.

Ebenfalls schwächer schlossen die US-Märkte. Der Dow Jones fiel am Montag um 62,69 Punkte oder 0,6 Prozent auf 10.197 und die Nasdaq verlor 22,27 Punkte oder 1,1 Prozent auf 2037 Zähler.

Euro gibt leicht nach

Der Kurs des Euro hat am Dienstagmorgen leicht nachgegeben. Gegen 7.50 Uhr kostete die Devise in Frankfurt 0,8923 Dollar. Damit hat die Gemeinschaftswährung ihre Gewinne aus dem späten Handel am Montag wieder abgegeben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 0,8905 Dollar festgesetzt.