Börsenausblick: Böse Nachrichten für Infineon - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Böse Nachrichten für Infineon

Händler rechnen mit einem festen Auftakt an den deutschen Aktienmärkten. Die Papiere von Infineon aber dürften kräftig unter Druck geraten, weil die Kooperation mit Toshiba geplatzt ist.
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Frankfurt am Main - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich aufgehellt. Die Reaktionen der Aktienmärkte auf die wenigen Pünktchen hinter dem Komma, die sich der Ifo-Geschäftsklimaindex verbessert hat, verdeutlichen allerdings einmal mehr, dass die Märkte derzeit auf das Prinzip Hoffnung setzen.

Ob damit die Weihnachtsrallye wieder aufgenommen wird, muss sich allerdings noch erweisen. Die amerikanischen Aktienmärkte schlossen fest, zeigten sich allerdings nur wenig verändert im Vergleich zur Schlussglocke in Deutschland. Der Dow Jones ging 0,8 Prozent fester aus dem Handel auf 9891 Zähler. Der Nasdaq Composite gewann 1,8 Prozent auf 1987 Punkte hinzu.

"Wir erwarten den Dax freundlich", sagte Aktienhändler Thomas Lang vom Düsseldorfer Wertpapierhandelshaus Lang & Schwarz. Die Vorgaben seien gut. Lang & Schwarz stellte den Dax am Dienstag gegen 8.20 Uhr bei 5.089 Punkten fest.

Im Mittelpunkt des Handels dürften die Aktien von Infineon stehen. Nach Fernsehberichten sei die Kooperation zwischen den Münchener Halbleiterhersteller und Toshiba im Speicherchipbereich geplatzt. Anstatt dessen führe Toshiba jetzt Koopertationsgespräche mit Micron Technology. Dies dürfte die Aktie von Infineon belasten. Vorbörslich gab die Aktie mehr als vier Prozent nach. Am Vortag hatte das Papier noch davon profitiert, dass Samsung und Hynix die Preise für Speicherchips gesenkt haben und damit ein Signal für ein Ende des ruinösen Preiskampfes gaben.

"Ich bedaure, dass die partnerschaftlich gefuehrten Gespraeche nicht fortgesetzt werden konnten und das von uns angestrebte Ergebnis nicht erzielt wurde", kommentierte Infineon-Vorstandsvorsitzender Ulrich Schumacher.

Interessant könnte auch der Handel für BASF-Aktien werden. Konznerchef Jürgen Strube peilt nach einem Bericht der "Financal Times Deutschland" für 2002 ein besseres Ergebnis an, machte aber keine konkreten Prognosen. "Ziel ist, dass wir das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen gegenüber diesem Jahr verbessern", sagte Strube.

Optimistisch für den Handelsauftakt stimmt, dass General Electric für das kommende Jahr mit einem Gewinnwachstum um 18 Prozent rechnet. Auch der Ausblick auf 2003 ist positiv, erklärten Analysten nach einer Konferenz.

Tokio schließt fester

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Dienstag fester geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte verbesserte sich um 108 Punkte oder 1,0 Prozent auf 10.432 Zähler.