Börsenausblick Chipindustrie in Turbulenzen
Frankfurt am Main - Dax und Nemax stehen am Mittwoch wieder unter Druck. Das am Vortag veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen wies den größten monatlichen Rückgang des Indexes seit Oktober 1990 auf. Zwar konnten sich die amerikanischen Aktienmärkte im späten Handel wieder behaupten, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft bleiben jedoch schlecht.
Zudem scheint die Chipindustrie tiefer in die Krise zu schlittern, als bislang angenommen. Nachdem in den vergangenen Handelstagen die Aktie von Infineon deutlich verloren hatte, könnte der Kursrutsch heute weitergehen. Die US-Rivalen Micron und AMD hatten gestern nach Börsenschluss mit schlechten Nachrichten überrascht: Beide Unternehmen leiden unter dem massiven Preisverfall und müssen umstrukturieren. Micron ist tief in die roten Zahlen gerutscht, AMD entlässt 15 Prozent seiner Belegschaft.
Ebenfalls im Blickpunkt der Anleger in Frankfurt dürfte der Versorger RWE stehen. Das Unternehmen legt wenige Tage nach Bekanntgabe der geplanten Übernahme des größten amerikanischen Wasserunternehmens seine Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vor. Experten rechnen mit einer Steigerung des Betriebsergebnisses um 39 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. RWE selbst hatte zuvor 35 Prozent als Ziel angegeben.
Feste Vorgaben aus New York
Der Dow Jones kletterte am Dienstag um 0,65 Prozent auf 8660 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 0,88 Prozent auf 1012 Zähler. Der Nasdaq kletterte am Dienstag um 0,15 Prozent auf 1502 Punkte.
Nikkei gibt leicht nach
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch leicht nachgegeben. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sank im Vormittagshandel um 17,98 Punkte oder 0,2 Prozent und notierte um 11.00 Uhr Ortszeit bei 9675 Punkten. Der breiter angelegte Topix verlor 8,81 Punkte oder 0,9 Prozent und notierte mit 1000 Zählern. Händler machten düstere Aussichten für die US-Wirtschaft für den Kursabschlag verantwortlich.