Börsenausblick Commerzbank schon wieder herabgestuft
Frankfurt am Main - Den Gesamtmarkt erwarteten Banker zur Eröffnung leicht im Minus. Die Deutsche Bank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) vor Handelsbeginn rund 0,3 Prozent tiefer bei 3186 Punkten. Am Mittwoch hatte das wichtigste Börsenbarometer hier zu Lande 0,89 Prozent gewonnen und bei 3196 Punkten geschlossen.
Moody's senkt Commerzbank-Rating
Im Mittelpunkt des Handels dürften die Aktien der Commerzbank stehen, nachdem die Ratingagentur Moody's ihre Bonitätsbewertung für das Kreditinstitut mit dem Hinweis auf die niedrige Ertragskraft und geringe Kapitalbasis der Gruppe gesenkt hatte.
"Die Commerzbank wird definitiv unter Druck kommen", sagte ein Aktienhändler. "Viele Anleger waren schon sehr skeptisch und das macht die Sache jetzt noch schlimmer." Bei Lang & Schwarz fielen Commerzbank-Aktien vorbörslich knapp ein Prozent.
Ins Rampenlicht könnten auch die Titel des Energieversorgers Eon rücken, sofern das Düsseldorfer Oberlandesgericht am Donnerstag eine Entscheidung im Eilverfahren zur Übernahme von Ruhrgas fällen sollte. Am Dienstag hatte eine Sprecherin des Gerichts gesagt, zu einem Entscheid werde es voraussichtlich Ende der Woche kommen.
In den USA hatten die Märkte am Mittwoch mit leichten Kursgewinnen geschlossen. Händler sagten, der Handel sei jedoch vor wichtigen Konjunkturdaten am Donnerstag umsatzschwach und damit ruhig verlaufen. Unter anderem werden am Donnerstag um 14.30 mitteleuropäischer Zeit die US-Einzelhandelsumsätze für November erwartet. Das werde den Anlegern Aufschlüsse über das Konsumentenverhalten geben, sagten Börsianer. Der Konsum gilt als derzeit wichtigste Stütze der US-Wirtschaft.