Börsenausblick Cut them again, Alan!
Frankfurt am Main Nach Handelsschluss in Deutschland haben Dow Jones und Nasdaq ihre Verluste noch einmal ausgebaut. Der Dow notiert nun wieder unter 10.000 und die Nasdaq unter 2000 Zählern. Auch Dax und Nemax 50 hatten zum Wochenstart bereits nachgegeben und dürften diese Tendenz heute zum Handelsstart fortsetzen.
Händler sprechen von einer Konsolidierung: Auf Grund der bereits hohen Bewertung habe der Markt derzeit kaum Potenzial nach oben, so lange sich die Konjunktur nicht deutlich bessert. Die hohe Liquidität würde jedoch andererseits auch gegen einen starken Kursrückgang sprechen.
Zinssenkung bereits eingepreist
Voraussetzung für Stabilität an den Märkten ist jedoch, dass die US-Notenbank die Erwartungen der Börse erfüllt. Die elfte Leitzinssenkung der Fed in diesem Jahr ist bereits in den Kursen enthalten. Die Marktteilnehmer erwarten, dass die Fed heute um 20.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte bekannt geben wird. Die Fed-Funds, die an der Terminbörse in Chicago gehandelt werden, preisen eine deutlichere Senkung um 50 Basispunkte mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit von 27 Prozent ein.
Volkswagen erwartet Rekordjahr
Der Automobilkonzern Volkswagen wird heute seine Gläserne Manufaktur für Luxuslimousinen in Dresden eröffnen. Bei voller Auslastung soll die transparente Montagefabrik 800 Mitarbeiter beschäftigen. Um die Gäste einzustimmen, stellte der Konzern vorab einen neuen Absatzrekord für dieses Jahr in Aussicht. Der Anteil an weltweit verkauften Fahrzeugen könne außerdem von 12 auf 12,5 Prozent steigen, sagte Vertriebschef Robert Büchelhofer gegenüber der "Braunschweiger Zeitung". Am deutschen Markt gehe das Privatkundengeschäft zurück, während das Geschäft mit Großkunden stabil sei. Der italienische Konkurrent Fiat will dagegen kurzfristig 6000 Mitarbeiter entlassen und bis 2004 18 Werke schließen.
Strafe für deutsche Banken erwartet
Eu-Wettbewerbskommissar Mario Monti will heute nach Medienberichten gegen vier deutsche Banken ein Bußgeld wegen Preisabsprachen im Sortengeschäft verhängen. Im Visier sind die Commerzbank , die Dresdner Bank, die HypoVereinsbank und die Deutsche Verkehrsbank, die mit einer Strafe von insgesamt rund 100 Millionen Euro belegt werden sollen.
Mobilcom rüstet sich für Abwehrkampf
Der Vorstandschef und Mehrheitsaktionär des Mobilfunk-Unternehmens MobilCom , Gerhard Schmid, wappnet sich nach einem Pressebericht mit neuen Großinvestoren gegen eine mögliche Übernahme durch die France Telecom. Neben einem Investor, der fünf Prozent der Mobilcom-Aktien halte, habe der New Yorker Investor Guy Wyser-Pratte 1,1 Prozent an Mobilcom erworben. "Wir wollen verhindern, dass die Kleinaktionäre des Unternehmens ein Übernahmeangebot auf dem derzeitigen niedrigen Kursniveau akzeptieren müssen", sagte Wyser-Pratte der "FTD".
Euro nahe 89 Cent
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Dienstag erneut schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verlor nach der erneut negativen Vorgabe der Wall Street 97,10 Punkte oder rund 0,9 Prozent auf 10 473 Punkte. Pharmatitel legten zu, während Technologietitel zu den größten Verlierern in Tokio zählten. Derweil verlor der Yen zum Dollar weiter an Wert. Der Euro notierte dagegen zum Dollar behauptet mit 0,8910 Dollar nach 0,8907 Dollar am Vortag.