Börsenausblick: Erholung bei Technologietiteln erwartet - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Erholung bei Technologietiteln erwartet

Nach dem Nackenschlag durch das gesunkene US-Verbrauchervertrauen könnten sich Technologiewerte zum Auftakt wieder erholen. Voraussetzung dafür ist, dass die Telekom heute ihr Soll erfüllt.
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Frankfurt am Main – Ein erneuter Rückgang des US-Verbrauchervertrauens im November hat die Aktienmärkte gestern weltweit belastet. Der Index ist zum fünften Mal in Folge gesunken: Unter dem Eindruck der Entlassungswelle in der US-Industrie ging der Index von 85,3 auf 82,2 Punkte zurück.

Hoffnung bei Technologiewerten

Im späten Handel konnten die Indizes ihre Verluste ein wenig reduzieren, der Schock wirkt aber noch nach. Der Dow Jones ging ebenso wie der Dax mit einem Minus von 1,1 Prozent aus dem Handel, während der Technologieindex Nasdaq Composite seine Verluste fast wettmachen konnte und mit 0,3 Prozent nur minimal schwächer aus dem Handel ging. Dies dürfte dem Nemax 50, der gestern um 2,5 Prozent auf 1301 Punkte gefallen war, zum Auftakt ein wenig Auftrieb geben.

Hoffnung auf weitere Zinssenkungen

Weitere Aussagen über die Wirtschaftsentwicklung gibt die US-Notenbank (Fed) heute in ihrem Beige-Book-Bericht. Fed-Gouverneur Laurence Meyer hat gestern weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt und angedeutet, dass sich die Konjunktur im Jahr 2002 erholen werde. Dies verschaffte besonders Technologietiteln neuen Schwung, obwohl Nokia seine Prognosen für den weltweiten Absatz von Mobiltelefonen gesenkt hat. Auf gute Ergebnisse im Mobilfunkgeschäft setzt dagegen die Deutsche Telekom   , die heute ihre vollständigen Neunmonatszahlen vorlegt.

Im operativen Geschäft nehme die Ertragskraft zu - das hat die Deutsche Telekom AG schon vor vier Wochen betont, als sie einen ersten Blick auf die zurückliegenden neun Monate warf. Der an diesem Mittwoch erwartete vollständige Zwischenbericht wird zeigen, wie das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) exakt ausgefallen ist.

Die Schätzungen der Analysten gehen für Januar bis September unisono von rund elf Milliarden Euro aus nach 9,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Bei der Bekanntgabe der "vorläufigen Eckdaten" am 30. Oktober hatte das Dax-Unternehmen erklärt, es zeichne sich eine Steigerung im zweistelligen Prozentbereich beim Ebitda ab.

BASF: Geldbuße schon in diesem Jahr

Der Chemiekonzern BASF   rechnet damit, dass die Vitaminkartellbuße der EU das Ergebnis noch im Jahr 2001 belasten. "Ich kann bestätigen, dass die zusätzlichen Rückstellungen im 4. Quartal 2001 gebildet werden", sagte ein BASF-Sprecher der "Financial Times Deutschland". Experten rechnen mit einer Belastung von rund 200 Millionen Euro im vierten Quartal.

Erfreulicher ist der Ausblick beim Pharmakonzern Fresenius   : Das Unternehmen erwartet wegen der Einführung des Financial Accounting Standards (FAS) einen um 85 Millionen Dollar höheren Gewinn nach Steuern.

Anleger hoffen auf eine Erholung bei RWE   : Die Aktie des Versorgers war gestern um mehr als vier Prozent gefallen, nachdem bekannt geworden war, dass der Allianz-Konzern will durch die Ausgabe einer Wandelanleihe seine Beteiligung an RWE reduzieren will.

Nikkei schwach

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch erhebliche Verluste verbucht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte sackte nach den negativen Vorgaben der Wall Street um 324,08 Punkte oder 3,0 Prozent auf 10.624 Punkte ab. Der breit angelegte TOPIX verlor 2,4 Prozent auf 1.053 Zähler. Der Euro notierte am Morgen fester mit 0,8849 Dollar nach 0,8817 Dollar am Vortag.