Börsenausblick Es wird wenig los sein
Frankfurt am Main - An den Aktienmärkten sind heute im Feiertagshandel wieder dünne Umsätze zu erwarten. Für etwas Schwung könnten allenfalls am Nachmittag die US-Börsen sorgen, wenn die US-Erzeugerpreise veröffentlicht werden. Die Stimmung der Anleger dürfte heute im Zeichen der pessimistischen Prognosen stehen, die die Fed am Mittwochabend nach Börsenschluss veröffentlicht hat.
Am Vorabend hatten die US-Aktienmärkte nach der Veröffentlichung des Berichtes der US-Notenbank Fed zur Wirtschaftslage, dem sogenannten "Beige Book", leichter geschlossen. "Die Anleger realisieren, dass es viel länger als erwartet dauern könnte, bis die US Wirtschaft wieder auf die Beine kommt," fasste Alan Ackerman, Senior Vice President von Fahnestock & Co. die Lage zusammen. "Außerdem dürfte die gegenwärtige Gewinnwarnungs-Saison weitere unangenehme Überraschungen bringen."
Bei den zu erwartenden geringen Umsätzen wird höheren Gewichtung der Telekom im Dax für zusätzliche Verzerrung sorgen. An der Veränderung des Index wird heute also nicht viel abzulesen sein. Die Telekom wird trotzdem wieder im Blickpunkt der Investoren stehen. Am Mittwoch ging die T-Aktie als Tagessieger im Dax aus dem Handel. Die Ratingagentur Moody's hat nun jedoch das langfristige Rating für den Bonner Konzern auf A3 nach vormals A2 abgestuft. Außerdem wurde das kurzfristige Rating auf Prime-2 zurück genommen. Zuvor hatte es hier noch ein Prime-1 gegeben. Beim US-Mobilfunkanbieter Voicestream wurde dagegen das langfristige Rating auf "Baa1" angehoben. Der Rating-Ausblick sei aber negativ. Die Abstufung und der negative Ausblick wurden mit den zu erwartenden finanziellen und Geschäftsrisiken der Deutschen Telekom begründet.
Schwacher Handel in New York und Tokio
Der Blue-Chip-Index Dow Jones ging am Vorabend mit einem Verlust von 0,7 Prozent aus dem Handel, auf einem Stand von 10.872 Punkten. Der breiter gefächerte S&P 500 fiel um 1,1 Prozent auf 1242 Zähler zurück. Der Technologieindex Nasdaq fiel am Mittwoch um 2,23 Prozent zurück, auf einen Stand von 2122 Punkten.
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte konnte seine Talfahrt stoppen und ging mit einem geringfügigen Plus von 23,21 Punkten beim Stand von 12.846 Punkten aus dem Markt. An den vorherigen drei Handelstagen hatte das fernöstliche Kursbarometer mehr als 600 Punkte verloren. Der marktbreite Topix jedoch gab am Donnerstag nach und notierte ein Minus von 0,90 auf 1271 Zähler.
Der Euro-Kurs hat sich am Donnerstagmorgen stabil auf seinem Vortagesniveau gehalten. Gegen 8.35 Uhr kostet die Devise in Frankfurt 0,8540 Dollar. Am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 0,8542 Dollar festgesetzt. Ein Dollar kostete damit 2,2897 Mark. Die Europa-Währung habe sich gegen den Dollar behauptet, obwohl die Marktteilnehmer sich bezüglich der Geldpolitik der europäischen Notenbank abwartend verhielten, sagten Experten.