Börsenausblick: Feste Vorgaben aus New York - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Feste Vorgaben aus New York

Angetrieben von guten Quartalszahlen hat die Wall Street den deutschen Aktienmärkten gute Vorgaben geliefert. Die freundliche Stimmung ist vor Handelsbeginn allerdings von Epcos getrübt worden. Der Konzern kann seine Prognosen nicht halten.
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Frankfurt am Main - Die Berichtssaison in den USA ist angelaufen und bisher sind Anleger von großen Hiobsbotschaften verschont geblieben. Zum Wochenschluss sollten die Zahlen von Juniper Networks, AMD und Rambus die Kurse der Technologieaktien stützen. Die drei Unternehmen hatten am Donnerstag nach US-Börsenschluss Ergebnisse bekannt gegeben, die über den Prognosen der Analysten lagen.

Erst am Vortag hatten die Aktienmärkte weltweit zugelegt, nachdem Motorola und Yahoo mit ihren Quartalszahlen positiv überraschten und Microsoft seine Prognosen angehoben hatte. "Einige Technologiefirmen scheinen endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die hohen Lagerbestände werden langsam abgebaut," kommentierte Alan Ackerman, Executive Vice President vom Investmenthaus Fahnestock & Co.

Der Dow Jones verbesserte sich um 2,3 Prozent auf 10.479 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 kletterte um 2,4 Prozent auf 1208 Zähler. Die Nasdaq sprang am Donnerstag wieder über die psychologisch wichtige 2000-Punkte-Marke. Der Technologieindex verbesserte sich um 5,3 Prozent auf 2076 Punkte.

In Frankfurt hielt sich die Begeisterung am Donnerstag jedoch noch in Grenzen. Zwar legten der Dax (plus 1,5 Prozent) und der Nemax 50 (plus 4,7 Prozent) deutlich zu, doch blieben Händler skeptisch. Vorerst handele es sich um eine technische Erholung, von einer Trendwende könne noch keine Rede sein, hieß es. Zudem habe die Berichtssaison gerade erst angefangen. Schlechte Nachrichten werde der Markt sofort mit Kursverlusten bestrafen.

Aktie im Blickpunkt ist am Freitag das Papier von Infineon. Die Kapitalerhöhung ist zweifach überzeichnet, hieß es am Morgen. Der Ausgabepreis soll 25 Euro betragen. Der Halbleiterhersteller will inklusive der Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 7,8 Millionen Aktien 60 Millionen neue Anteilsscheine ausgeben. Dadurch würden Infineon brutto 1,5 Milliarden Euro zufließen.

Unter Abgabedruck dürfte die Aktie von Epcos stehen. Die Siemens-Tochter erwartet auf Grund einer weiteren Abschwächung des Geschäftsverlaufes im Juni für das dritte Quartal einen Gewinn je Aktie, der unter den Analystenschätzungen liegt. Das Ergebnis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 0,30 Euro und 0,35 Euro für das abgelaufene dritte Quartal liegen, teilte Epcos am Freitagmorgen in einer Pflichtveröffentlichung mit. Die ursprüngliche Schätzung der Analysten gab Epcos zunächst nicht bekannt. Für das vierte Quartal rechne Epcos nicht mit einer Verbesserung der Geschäftssituation, hieß es weiter. Die endgültigen Ergebnisse zum dritten Quartal wird Epcos den Angaben zufolge am 26. Juli veröffentlichen.

Börse in Toikio gibt wieder ab

Die asiatischen Börsen haben sich im Handelsverlauf am Freitag trotz der deutlichen Kursgewinne an den US-Aktienmärkten schwächer präsentiert. In Tokio ermäßigte sich der 225 Werte umfassende Nikkei-Index bis eine Stunde vor Börsenschluss um 0,8 Prozent auf 12.312 Punkte. Händler sagten, dass die Rallye bei den Hochtechnologiewerten am Vortag nur eine kurzfristige technische Erholung gewesen sei, die noch nicht auf eine nachhaltige Trendumkehr schließen lasse.

Euro weiter schwach

Der Euro hat am Freitag im frühen Fernosthandel nach der Kursrallye an den US-Börsen am Vortag weiter schwach bei Kursen um 0,8520 Dollar notiert.