Börsenausblick: Gemischte Vorgaben - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Gemischte Vorgaben

Die Vorgaben der Wall Street für den Freitag sind wenig erfreulich. Gleichwohl könnten nachbörsliche Meldungen der US-Technologieriesen Lucent und Cisco Systems die Technologiewerte in Deutschland beflügeln.
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Frankfurt am Main – Die amerikanischen Aktienmärkte liefern heute schwache Vorgaben für den Handel in Deutschland. Dow Jones (minus 0,46 Prozent auf 10.299 Zähler) und Nasdaq (minus 0,92 Prozent auf 1842 Punkte) rutschten nach Handelsschluss in Frankfurt weiter ab. Rezessionsängste hätten die Märkte in den USA belastet, sagten Marktbeobachter.

Die Anträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche waren angezogen und hatten den Dow ebenso gedrückt wie eine Reihe von Gewinnwarnungen. Nach der Fed-Sitzung in dieser Woche hatten Wirtschaftsexperten ihre Wachstumsprognosen von ehemals zwei auf 1,7 Prozent gesenkt. Auch für das kommende Jahr machten sie Abstriche von 2,8 auf 2,6 Prozent. Weitere Anhaltspunkte zur Entwicklung US-Konjunktur werden am Nachmittag (MEZ) Daten zum Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter im Monat Juli liefern.

Nachbörslich meldete der amerikanische Telekommunikations-Ausrüster Lucent, 2002 wieder aus den roten Zahlen kommen zu wollen und im folgenden Jahr wieder richtige Gewinne zu machen. Die bittere Pille: Um das Ziel zu erreichen, soll die Belegschaft nahezu um die Hälfte durch Umstrukturierung und Entlassungen reduziert werden. Vor diesem Hintergrund erwartet Lucent für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres eine enorme Sonderbelastung von sieben bis neun Milliarden Dollar.

Umstrukturieren will auch der Netzwerkriese Cisco Systems. Wieviel Stellen dabei verloren gehen, ist bislang nicht bekannt. Zugleich bekräftigte das Unternehmen die Prognose für den Umsatz im ersten Quartal und sprach von ersten Anzeichen einer "Stabilisierung" des Geschäfts.

Aktionäre der Deutsche Telekom können aufatmen: Großaktionär Hutchison Whampoa will seinen restlichen Beteiligungen an der Deutschen Telekom nicht verkaufen und dementierte damit heute morgen einen Bericht der "FTD". Damit wäre das Risiko, dass der Markt in den nächsten Monaten mit T-Aktien überschwemmt wird, erheblich verringert. Die Zeitung hingegen berichtet heute, Hutchison beabsichtige, sich von 220 Millionen T-Aktien und 900 Millionen Vodafone-Papieren zu trennen.

Vorbörslich meldete das Nemax 50-Schwergewicht Medion seine Halbjahreszahlen. Demnach steigerte Medion sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 51 Prozent. Konkrete Zahlen werden in der Ad-hoc-Mitteilung allerdings nicht genannt. Im Vorjahr war früheren Angaben zufolge ein Ebit von 29,6 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Der Umsatz wuchs um 39 Prozent auf 818,8 (589,2) Millionen Euro.