Börsenausblick: Gespannte Blicke nach Amerika - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Gespannte Blicke nach Amerika

Nach der spürbaren Erholung der Vortage rechnen Aktienhändler am Freitag mit einem schwachen Start. Ob es nächste Woche weiter aufwärts geht, hängt entscheidend von den neuen US-Arbeitsmarktdaten ab.
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Frankfurt am Main - Nachdem die Optimisten kurzzeitig das Regiment übernommen hatten, wächst an den Börsen wieder die Unsicherheit. Viele Händler glauben, dass ein Militärschlag der USA unmittelbar bevor steht. Der Nasdaq Composite konnte gestern zwar den dritten Tag in Folge zulegen, die Gewinne bröckelten aber zum Handelsschluss wieder ab. Der Dow Jones schloss leicht im Minus. Zu den wenigen Gewinnern zählten Rüstungstitel.

In New York werden heute vor Handelsbeginn die Arbeitsmarktdaten für den September bekannt gegeben. Von ihnen wird auch Aufschluss über die Konsumlaune der Verbraucher erhofft. Dass die Zahl der Arbeitslosenmeldungen in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit neun Jahren erreicht hatte, beeindruckte die Börsen gestern jedoch wenig. Die Aufträge für das verarbeitende Gewerbe waren etwas besser als erwartet. Heute werden auch in Deutschland die vorläufigen Auftragseingänge für August bekannt gegeben.

Technologie-Titel leiden wieder

Die Gewinnwarnung von Gateway verdarb vielen Börsianern die gute Stimmung, nachdem sich zuvor Cisco und Dell mit mutigen Umsatzprognosen vorgewagt hatten. Auch vom Glasfaserhersteller Corning kamen negative Nachrichten: Die Aktie fiel gestern nach der Gewinnwarnung auf ein Jahrestief.

In Deutschland hatten die Technologiewerte Epcos  , Siemens   und Infineon   dagegen kräftig zugelegt - allerdings unter anderem auf Grund von Short-Eindeckungen. Auch in Japan gehörten Techwerte auch am Freitag zu den Gewinnern.

Eon will Aluminiumsparte verkaufen

Vor allem der Mischkonzern Eon   dürfte heute das Interesse der Anleger auf sich ziehen. Das Unternehmen will seine Aluminium-Tochter VAW Aluminium zu einem Preis von rund 2,5 Milliarden Euro an einen internationalen Investor verkaufen. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Firmenkreise.

Die Autobranche wird dagegen von der Gewinnwarnung von Fiat belastet. Ob DaimlerChrysler  , BMW   und Volkswagen   ihre Gewinne vom Vortag halten können, ist deshalb mehr als fraglich.

Nikkei mit Punktlandung

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Freitag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-Index für die 225 führenden Werte ging mit einem hauchdünnen Plus von 0,3 Punkten und einem Schlussstand von 10.205 Zählern ins Wochenende. Der breit angelegte TOPIX gab indes um knappe 0,7 Prozent auf 1070,45 Punkte nach. Der Euro wurde etwas fester mit 0,9185 Dollar notiert, nach 0,9155 Dollar am Vortag.