Börsenausblick: Gute Vorgaben aus Fernost - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Gute Vorgaben aus Fernost

Zum Handelsstart erwarten Marktbeobachter ein deutliches Plus. Gute Vorgaben aus den USA und Fernost sollten die Kurse beflügeln.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Der Dax wird nach Berechnungen von verschiedenen Banken am Dienstag mit leichten Kursgewinnen in den Handel starten. Gut eine Stunde vor Börseneröffnung wurde mit einem Start des wichtigsten deutschen Börsenbarometers bei 2880 Punkten und damit rund ein Prozent über dem Vortagesschluss gerechnet.

Berichtssaison hält Anleger in Atem

Im Mittelpunkt des Interesses stehen dürften an diesem Handelstag auch in Europa die Geschäftszahlen einer Reihe großer US-Konzerne stehen. Im Laufe des Tages wollten der Halbleiterhersteller Motorola   und der weltgrößte Finanzkonzern Citigroup   die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsquartal vorlegen.

Am Vortag hatte der US-Computerbauer Unisys   nach Börsenschluss die Erwartungen der Analysten an sein drittes Quartal übertroffen. Die Aktie verteuerte sich im nachbörslichen Handel daraufhin deutlich.

Bereits am frühen Morgen hat Philips   Zahlen bekannt gegeben: Der niederländische Elektronikkonzern hat im dritten Quartal seinen Nettoverlust bei leicht gestiegenen Umsätzen verringert. Der Verlust inklusive einer Abschreibung auf den Anteil an Vivendi Universal   sei von 736 Millionen Euro auf 330 Millionen Euro gefallen, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen mit. Die Abschreibung auf den Anteil auf Vivendi Universal habe 339 Millionen Euro betragen.

Wall Street schließt nach ruhigem Handel etwas fester

Etwas fester sind die Aktienkurse am Montag an der Wall Street aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte gewann 0,4 Prozent auf 7877. Der Nasdaq-Composite-Index stieg um 0,8 Prozent auf 1221 Zähler. Umgesetzt wurden an der New York Stock Exchange 1,16 Milliarden Aktien. Dabei wurden 1598 Kursgewinner und 1533 -verlierer gezählt während 192 Werte unverändert schlossen. Die Anleger hätten sich vermutlich wegen der bevorstehenden Berichtssaison abwartend verhalten, erklärten Händler das ruhige Marktgeschehen.

Analystenstimmen belasten Automobilsektor

Unter Druck stand der Automobilsektor. Merrill Lynch hatte die Automobilhersteller Ford   und General Motors   sowie die Zulieferer Dana und Delphi herabgestuft. Ford gaben 4,7 Prozent auf 7,93 Dollar ab und General Motors 4,5 Prozent auf 33,26 Dollar. Dana und Delphi verbilligten sich um 5,3 Prozent auf 9,86 Dollar und um 6,8 Prozent auf 7,01 Dollar.

Im Pharmasektor standen Andrx   unter Druck, nachdem ein US-Bezirksgericht festgestellt hatte, dass Andrx und einige weitere Generika-Hersteller Patentrechte von AstraZeneca   verletzt hätten. Andrx brachen um 40 Prozent auf zwölf Dollar ein. AstraZeneca legten dagegen zwölf Prozent auf 36,60 Dollar zu Merck & Co.   verteuerten sich um 4,9 Prozent auf 49,60 Dollar und Wyeth   um 5,1 Prozent auf 34,65 Dollar. Gesucht waren auch Tabakwerte wie Philip Morris  . Die Aktie rückte um 3,5 Prozent auf 38,29 Dollar vor. RJ Reynolds kletterten um 2,2 Prozent auf 38,57.

Tokio schließt sehr fest

Mit einem sehr kräftigen Plus schloss am Dienstag die Börse in Tokio. Der Nikkei-225-Index legte um 3,6 Prozent auf 8837 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix gewann 3,3 Prozent hinzu auf 877 Zähler. Umgesetzt wurden vorläufigen Angaben zufolge 651,95 (Freitag: 776,54) Millionen Aktien.