Börsenausblick Gute Vorgaben aus New York und Tokio
Frankfurt am Main -Positive Analystenkommentare und eine massive technische Gegenreaktion haben den Aktienmärkten am Montag zu deutlichen Gewinnen verholfen. Für den Dienstagshandel gehen Händler mit einer festen bis seitwärts gerichteten Tendenz aus.
Der Dow Jones verzeichnete am Montag mit einem Plus von 368 Zählern den größten Punktgewinn in diesem Jahr. Der Index kletterte um 4,5 Prozent auf 8604 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 3,9 Prozent auf 1003 Zähler. Die Nasdaq stieg um 5,4 Prozent auf 1499 Punkte.
Zwar habe sich die fundamentale Situation nicht gebessert, hieß es auf dem Parkett, doch seien die Kurseinbrüche der vergangenen Woche vielleicht übertrieben gewesen. "Nach Ansicht einer wachsenden Gruppe von Anlegern sind Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen unterbewertet," kommentierte Steve Massocca, Präsident von Pacific Growth Equities in San Francisco. Und Abby Joseph Cohen, die Staranalystin von Goldman Sachs, sprach von einem stark "überverkauften" Markt.
In Frankfurt stehen heute keine wichtigen Unternehmensmeldungen der Dax-Firmen an. Am Neuen Markt überraschte hingegen das Medienunternehmen Edel Music mit einem angekündigten Rücktritt in den Geregelten Markt.
In den USA stehen heute wieder Konjunkturdaten an. Gegen 16 Uhr (MESZ) wird der Index für das Verbrauchervertrauen des Monats September bekannt gegeben. Die Zahlen sind jedoch zum Teil noch vor den Terroranschlägen gesammelt worden.
Feste Kurse in Tokio
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Dienstag in Folge der guten Vorgaben der Wall Street zugelegt. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg im Vormittagshandel um 241,68 Punkte oder 2,5 Prozent und notierte um 11.00 Uhr Ortszeit bei 9796 Punkten. Der breiter angelegte Topix machte 19,35 Punkte oder 1,9 Prozent gut und notierte mit 1017 Zähler.
Euro-Kurs leicht schwächer
Der Euro verlor im frühen Handel wieder leicht. Gegen 8.08 Uhr kostete die Gemeinschaftswährung 0,9157 Dollar. Ein Dollar war damit 2,1361 Mark wert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 0,9164 (Freitag: 0,9200) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 2,1343 (2,1259) Mark.
Der Kurs des Euro werde im Vergleich zum Dollar weiter steigen. Allerdings mit Unterbrechungen durch Gewinnmitnahmen bis auf ein Niveau von 0,93 Dollar, erwarten Marktbeobachter. Die Europäische Zentralbank (EZB) werde bei der kommenden Sitzung am Donnerstag voraussichtlich keine Zinssenkung beschließen, sagte Chefanalyst Koji Fukaya von der Bank of Tokyo Mitsubishi Ltd. Er ist davon überzeugt, dass die EZB erst nach der US-Notenbank Fed die Zinsen senken wird.