Börsenausblick Hoffnung auf Autotitel
Frankfurt am Main - Zum Auftakt der Internationalen Automobil-Austellung (IAA) stehen auch an der Börse die Automobilhersteller heute im Rampenlicht. Erst am Montag gaben DaimlerChrysler , BMW und Volkswagen gute Verkaufszahlen für den Monat August bekannt. Porsche hat am Morgen vor Börseneröffnung seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2000/2001 bekannt gegeben. Das Ergebnis vor Steuern ist wie erwartet erstmals auf über eine Milliarde Mark gestiegen (Vorjahr: 848,5 Millionen Mark).
Von der IAA erwarten sich Marktbeobachter neue Impulse für die in den vergangenen Wochen gebeutelten Aktien der Automobilindustrie. Die Messe wird heute für Fachbesucher eröffnet.
Die geplante Übernahme der Commerzbank durch die Großbank Unicredito ist offenbar gescheitert. Ursache seien unterschiedlichen Vorstellungen über den Preis der Transaktion gewesen, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). Aus Kreisen von Unicredito sei verlautet, das Management der Commerzbank habe einen zu hohen Preis für eine Kontrollmehrheit der Italiener verlangt. In Frankfurt habe es geheißen, das derzeitige Börsenklima mache es fast unmöglich, bei derartigen Fusionsverhandlungen faire und vernünftige Lösungen zu finden.
Feste Vorgaben aus New York und Tokio
Der Dow Jones schloss am Montag nahezu unverändert, auf einem Stand von 9606 Punkten. Der breiter gefächerte S&P 500 kletterte um 0,6 Prozent auf 1093 Zähler. Die Nasdaq fuhr nach fünf schwachen Börsentagen zum ersten Mal wieder einen kleinen Gewinn ein: Der Technologieindex kletterte um 0,5 Prozent auf 1695 Punkte.
Die asiatische Leitbörse legte im Sog der Nasdaq zu. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg am um 75,71 Punkte oder rund 0,7 Prozent und notierte um 11.00 Uhr Ortszeit beim Zwischenstand mit 10.271 Punkten. Der breiter angelegte Topix klettere 1,71 Punkte und notierte beim Zwischenstand von 1054 Punkten.
Konjunktursorgen lasten weiter auf den Märkten
Von einer deutlichen Erholung gehen Marktbeobachter in Frankfurt indes nicht aus. Vielmehr wird lediglich mit einer technischen Erholung gerechnet. Immer noch geht auf dem Parkett die Angst um, dass die USA auf eine Rezession zuschlittert und dabei Europa und Asien mit nach unten zieht. Auch in New York werden zunehmend kritische Stimmen laut: "Wegen der zunehmenden Angst um den eigenen Arbeitsplatz werden die Amerikaner in Zukunft wahrscheinlich weniger Kredite aufnehmen," kommentierte Doug Cliggott, Managing Director bei J.P. Morgan Securities. "Die Ausgaben für nicht unbedingt notwendige Dinge dürften deshalb zurückgehen."
Zumindest der Pharmariese Pfizer konnte am Montag nach Börsenschluss Entwarnung geben. Der Viagra-Produzent hat an seinen Umsatz- und Ergebniszielen festgehalten.