Börsenausblick: Hoffnungsschimmer aus New York - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Hoffnungsschimmer aus New York

Händler rechnen mit Kursgewinnen zum Auftakt - die späten Gewinne von Dow und Nasdaq sind nachzuholen. Eine verlustreiche Börsenwoche könnte mit einer leichten Erholung zu Ende gehen.
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Frankfurt am Main - Die Chancen stehen gut, dass sich der Dax über der Widerstandsmarke von 5350 Punkten ins Wochenende rettet. In einer Schlussrallye eroberten sowohl Dow Jones (plus 0,5 Prozent) als auch Nasdaq (plus 0,6 Prozent) positives Terrain. Technische Analysten befürchten ein Abrutschen auf 5000 Punkte, sollte der Dax nach den kräftigen Verlusten in dieser Woche unter die 5350 Punkte fallen.

Hoffnungsschimmer aus USA

Kurz vor Börsenschluss hatte die Wall Street die Gewinnwarnungen von Ciena und Brocade offenbar verdaut und ließ sich von den Konjunkturdaten stimulieren, die etwas besser als erwartet waren. Die gefürchteten Hiobsbotschaften der Branchenriesen Hewlett Packard und Dell blieben aus: HP konnte die Erwartungen nach Börsenschluss leicht übertreffen, während Dell im Rahmen blieb. Der weltgrößte PC-Hersteller Dell erwartet für das laufende dritte Quartal einen Rückgang des Umsatzes von bis zu fünf Prozent. HP meldete einen Gewinn von fünf Cent pro Aktie, einen Cent über den Erwartungen.

Rätsel um T-Aktien-Verkauf offenbar gelöst

Das Rätsel um den Großverkauf von T-Aktien ist offenbar gelöst. Verkäufer der von der Deutschen Bank platzierten 44 Millionen Aktien der Deutschen Telekom ist laut "Börsenzeitung" und "Frankfurter Allgemeine Zeitung" die Hongkonger Hutchison-Whampoa-Gruppe. Hutchison hatte den Verkauf bislang bestritten. Ein Termingeschäft zwischen Hutchison und Deutscher Bank soll dabei geholfen haben, die vereinbarte Haltefrist zu umgehen. Ob das Ende der Spekulationen der schwer gebeutelten T-Aktie zum Ende der Woche auf die Beine hilft, bleibt offen. Die Aktie schloss gestern bei 18 Euro.

Übernahmepoker um Bankgesellschaft Berlin

Eine Offerte der Nord/LB hat den Kurs der im MDax notierten, schwer angeschlagenen Bankgesellschaft Berlin bereits in die Höhe getrieben. Jetzt habe eine private Investorengruppe dem hochverschuldeten Land Berlin "einen substanziellen Betrag" geboten. Vertreter dieser Gruppe ist der ehemalige Investment-Banker bei Goldman Sachs und jetzige Direktor der japanischen Shinsei Bank, Christopher Flowers. Die Investorengruppe wolle mindestens 75 Prozent an der BGB kaufen.

Am Neuen Markt gibt es wenig Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung nach dem Kursdebakel. Die freundliche Nasdaq könnte die Wachstumswerte aber zumindest kurzfristig beflügeln. Der Nemax 50 hatte gestern nur sieben Punkte über Jahrestief geschlossen, der Nemax All Share notiert bei 1116 Punkten.

Tokio nach Achterbahnfahrt schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat nach heftigen Kursschwankungen am Freitag etwas schwächer geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte ging mit einem Verlust von 0,6 Prozent 11445 Zähler aus dem Handel. Eine Erholung des Yen belastete am Morgen die Börse, und kurz vor Handelsschluss setzten Gewinnmitnahmen ein. Zumindest Energieversorger tendierten überwiegend fester.

Euro etwas schwächer

Der Euro wurde im frühen Geschäft zum Dollar schwächer mit 0,9127 Dollar gehandelt. Am Vorabend hatte die Gemeinschaftswährung bei 0,9189 Dollar notiert.