Börsenausblick Märkte auf Erholungskurs
Frankfurt am Main - Am Frankfurter Aktienmarkt werden zum Wochenauftakt gut behauptete Kurse vorausgesagt. Vorbörsliche Marktindikatoren, so der Düsseldorfer Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz, deuten auf ein geringes Dax-Plus hin und lassen einen Handelsstart bei 3193 Punkten erwarten. Die Deutsche Bank berechnete den Index bei 3205 Punkten etwas fester und die Citibank erwartet einen Wochenstart bei 3196 Punkten.
Am Freitag war der Dax mit einem hauchdünnen Plus bei 3191 Punkten aus dem Geschäft gegangen. Der MDax der 70 mittleren Unternehmenswerte sank um 0,2 Prozent auf 3106 Zähler. Am Neuen Markt verlor der Nemax 50 um 0,2 Prozent auf 426 Punkte. In den USA zogen die Börsen im späten Freitagshandel an und schlossen leicht im Plus.
Unternehmenszahlen werden am Montag vom Essener Einzelhandelskonzern KarstadtQuelle erwartet. Analysten zufolge wird ein Quartalsüberschuss zwischen 30 und 42 Millionen Euro erwartet. Das Unternehmen werde zudem einen umfassenden Konzernumbau ankündigen.
Auch die Steuerpolitik der Bundesregierung wird ein Parkettthema sein, da die Börsen unmittelbar betroffen sein werden: Am Wochenende war bekannt geworden, dass das Finanzministerium mit einer 15-prozentigen Pauschalsteuer auf Gewinne aus dem Verkauf von Aktien, Fondsanteilen und Immobilien Haushaltslöcher stopfen will.
SPD-Finanzexperte Joachim Poß bestätigte der "Frankfurter Rundschau" entsprechende Pläne. Dies sei "ein Schritt in die richtige Richtung", weil damit "erstmals Veräußerungsgewinne steuerlich erfasst" würden.
Automobiltitel im Fokus
Bewegung könnte in die Autowerte kommen. Nach dem Bau des Werks in Leipzig will BMW nach derzeitigem Stand keine weitere Fertigungsstätte in Deutschland mehr bauen. "In Europa ist Leipzig eindeutig das Ende der Fahnenstange", sagte Produktionsvorstand Norbert Reithofer in Spartanburg/USA.
BMW will die steigende Nachfrage in Europa künftig durch Kapazitätserweiterung der bestehenden Werke auffangen. Neue Fertigungsstätten dürften am ehesten in Asien entstehen. BMW will bis 2008 den weltweiten Absatz um 40 Prozent auf 1,4 Millionen verkaufte Autos steigern.
Der Volkswagen-Personalvorstand Peter Hartz bleibt nach Angaben aus Unternehmenskreisen weiter bei dem Wolfsburger Autobauer. Der VW-Aufsichtsrat habe am Freitag den ursprünglich bis Ende 2003 laufenden Vertrag des 61-Jährigen verlängert. Bei VW wird jeweils ein Jahr vor Ablauf der Vorstandsverträge über eine Verlängerung entschieden.
Erneut Verluste in Tokio
Die Börse in Tokio hat am Montag schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte büßte 157,58 Punkte oder 1,8 Prozent ein und ging mit 8346 Punkten aus dem Handel. Der breit angelegte Topix gab ebenfalls deutlich nach und schloss mit einem Minus von 15,50 Punkten oder 1,8 Prozent beim Stand von 823 Zählern.