Börsenausblick: Ohne Rückenwind - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Ohne Rückenwind

Nach der erwarteten Leitzinssenkung steht den deutschen Aktienmärkten ein schwieriger Handelstag bevor. Die Vorgaben aus den USA sind uneinheitlich, Unternehmensnachrichten gibt es kaum.
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Noch bleibt abzuwarten, wie die deutschen Börsen auf die erwartete Leitzinssenkung reagieren. An der Wall Street zeigten sich viele Händler enttäuscht, da sie mit einer Reduzierung um 50 Basispunkte gerechnet hatten. Zudem ließ Notenbankchef Alan Greenspan durchblicken, dass derzeit noch keine deutlichen Anzeichen für deine Erholung der Konjunktur auszumachen seien.

Entsprechend schwach präsentierten sich die Börsen: Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte fiel um 37,30 Punkte auf 10.435 Punkte. Unbeeindruckt zeigte sich dagegen die Technologiebörse Nasdaq, deren Index um 10,13 auf 2074 Punkte stieg.

In Frankfurt stehen für Donnerstag kaum Unternehmensnachrichten an: Die Volkswagen-Tochter Audi lädt heute zur Hauptversammlung. Beherrschendes Thema wird die jüngste Kritik des VW-Lenkers Piëch sein.

Die Nordsee AG hat ihren geplanten Börsengang verschoben. Der Konsortialbank zufolge interessierten sich trotz verlängerter Zeichnungsfrist und der gesenkten Preisspanne nur wenige Anleger für das Papier.

Tokio trotz US-Zinssenkung schwächer

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Donnerstag nach der Entscheidung der japanischen Notenbank, die geldpolitischen Zügel nicht noch weiter zu lockern, deutlich nachgegeben. Während die US-Zentralbank am Vortag erneut die Zinsen gesenkt hatte, beschloss die Bank von Japan (BoJ) im Gegensatz dazu, am Kurs festzuhalten und die Liquidität im Bankensektor unverändert zu belassen.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging daraufhin mit einem Verlust von 149,10 Punkten oder 1,2 Prozent bei 12.679 Punkten aus dem Markt. Der breiter angelegte Topix büßte 9,62 Punkte oder 0,7 Prozent ein und schloss beim Stand von 1278 Zählern.

In Finanzkreisen in Tokio hatte es Spekulationen gegeben, die japanischen Zentralbanker würden die geldpolitischen Zügel angesichts einer Reihe düsterer Konjunkturdaten weiter lockern.

Am Devisenmarkt tendierte der Dollar nahezu unverändert mit 124,33-36 Yen, nach 124,33-35 Yen zum Handelsschluss am Mittwoch. Der Euro wurde im frühen Geschäft zum Dollar schwächer mit 0,8595-98 Dollar gehandelt, nach 0,8644-46 Dollar am späten Vortag. Zum Yen wurde der Euro ebenfalls schwächer mit 106,90-95 Yen gehandelt nach 107,47-50 Yen am späten Mittwoch.