Börsenausblick Saft- und kraftlos in den Tag
Frankfurt am Main - An der Frankfurter Börse wird mit einer etwas leichteren Eröffnung gerechnet. Broker sehen den deutschen Leitindex zu Handelsbeginn unter der am Vortag knapp überschrittenen Marke von 3200 Punkten. So ermittelte die Deutsche Bank den Dax bei 3175 Punkten, die Citibank bei 3176 Punkten und die Wertpapierhandelsbank Lang & Schwarz sah den Index bei 3173 Punkten.
Unter den wichtigen Unternehmensdaten des Tages stechen die Bilanzen von dem Maschinenbaukonzern MAN , dem Darmstädter Kosmetikkonzern Wella und dem Bad Vilbeler Pharmaunternehmen Stada hervor.
Beim Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN wird die Ertragslage durch eine negative Entwicklung im Bereich Druckmaschinen belastet, der angesichts einer unerwartet lang anhaltenden Nachfrageschwäche und daher notwendiger Anpassungsmaßnahmen die Ergebniserwartung revidieren musste. Das Ergebnis vor Steuern im dritten Quartal erreichte 82 Millionen Euro nach einem Verlust von 30 Millionen Euro im Vorjahr. Bei Stada stieg der 9-Monats-Konzernumsatz um 15 Prozent auf 465,1 Millionen Euro.
Gewinnmitnahmen belasten die Wall Street
Nach einem freundlichen Start rutschten die Aktienkurse in New York am Montag ins Minus. Der Handel verlief eher ruhig. Der 30 Standardwerte umfassende Dow-Jones-Index fiel um 92,52 Punkte oder ein Prozent auf den Stand von 8486 Zählern, und der technologielastige Nasdaq-Index gab um 17,45 Punkte oder 1,2 Prozent auf 1393 Zähler nach.
Händlern zufolge lösten negative Nachrichten vom Handelsunternehmen Wal-Mart und von dem Telekom-Konzern AT & T am Nachmittag Gewinnmitnahmen aus. Wal-Mart Stores sagte für November einen flächenbereinigten Umsatzanstieg von zwei bis vier Prozent voraus; die neue Prognose liegt am unteren Ende der Erwartungen. Die Aktien fielen um 3,3 Prozent auf 53,68 Dollar.
AT&T verbilligten sich um 35 Cent auf 13,51 Dollar, nachdem die Investmentbank Lehman Brothers die Aktie des Unternehmens herabgestuft hatte. Die Bank begründete die Maßnahme mit dem zurückhaltenden Verbraucherverhalten. Lehman sagte, der Börsenwert von AT&Ts Verbrauchersparte könnte bis Ende 2003 wertlos sein und eingestellt werden.
Auch Anlegerängste vor einem möglichen Krieg gegen den Irak habe die Börse belastet, sagten die Händler weiter. Zuvor waren die UN-Waffeninspekteure in Bagdad eingetroffen. Ihr Mandat, den Irak abzurüsten, könnte entscheiden, ob die USA in den Krieg eintreten.
Tokios Börse schließt uneinheitlich
Die Börse in Tokio hat am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gewann 19,25 Punkte oder 0,2 Prozent hinzu und ging mit 8365,26 Punkten aus dem Handel. Der breit angelegte Topix gab indes nach und schloss mit einem Minus von 6,75 Punkten oder 0,8 Prozent bei 817,09 Zählern.