Börsenausblick Schlechte Nachrichten
Frankfurt am Main - Mit wenig erfreulichen Nachrichten aus den USA müssen sich heute die Börsianer und Investoren in Deutschland befassen: Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft warnte während einer Analystenkonferenz nach US-Börsenschluss vor niedrigeren Gewinnen und Umsätzen für das laufende Quartal. Gateway meldete ein Ergebnis unter den Markterwartungen: Der Computerhersteller fuhr einen Verlust von zwei Cents pro Aktie ein, nach einem Gewinn von 36 Cents im Vorjahr. Auch Gateway sprach eine Gewinnwarnung aus.
Schließlich meldete mit Nortel Networks der weltweit größte Telekomausrüster einen Rekordverlust von 19,4 Milliarden US-Dollar. Es war einer der höchsten Verluste, den je ein nordamerikanisches Unternehmen verbucht hat. Der Computer- und Softwarekonzern Sun Microsystems hat im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2000/2001 (30. Juni) einen Verlust von 88 Millionen Dollar (197 Millionen Mark) verbucht gegenüber einem Gewinn von 720 Millionen Dollar in der Vorjahresvergleichszeit.
Die US-Börsen hatten in Erwartung der Quartalszahlen nach Börsenschluss einen Teil ihrer Gewinne wieder abgegeben. Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,38 Prozent auf 10.610 Punkte aus dem Handel. Die US-Technologiebörse Nasdaq gewann 1,5 Prozent auf 2047 Zähler.
Vor Handelsbeginn in Deutschland und Schweden meldete Ericsson schwache Quartalszahlen, die allerdings im Rahmen der Analystenerwartungen lagen.
Der schwedische Konzern ist mit dem Handy-Geschäft tief in die Verlustzone gerutscht. Demnach wurde im zweiten Quartal ein Vorsteuerverlust von 5,3 Milliarden Kronen oder 571 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahresquartal hatte Ericsson vor Steuern 6,7 Milliarden Kronen Gewinn eingefahren. Damit fällt der schwedische Konzern gegenüber dem finnischen Konkurrenten Nokia weiter zurück. Einen Ausblick für den Rest des Jahres will der Konzern nicht abgeben.
In Deutschland richtet sich heute das Augenmerk vor allem auf DaimlerChrysler. Der Automobilkonzern wird nach Einschätzung von Analysten im zweiten Quartal einen niedrigeren Gewinn ausweisen als im Vorjahreszeitraum. Die Experten schätzen den bereinigten Netto-Gewinn auf 151 Millionen bis 469 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum konnte noch ein Gewinn von 1,748 Milliarden Euro verbucht werden.
Kein Handel in Tokio
Die Finanzmärkte in Japan bleiben wegen eines Feiertages am heutigen Freitag geschlossen. Der Handel beginnt erst wieder am Montag.