Börsenausblick: Start zum Hindernis-Lauf - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Start zum Hindernis-Lauf

Die Vorgaben der US-Börsen sind nicht schlecht. Allerdings könnten die nachbörslich vorgelegten Zahlen von Motorola und des Chipherstellers Micron Technology die Stimmung trüben.
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Frankfurt am Main - Die Wall Street hat nach Börsenschluss in Deutschland noch zugelegt und fest geschlossen. Der Dow Jones notierte mit 1,1 Prozent im Plus und damit nur knapp unter der Marke von 10.000 Punkten. Die Technologiebörse Nasdaq legte um 0,9 Prozent auf 2004 Zähler zu.

Positive Wirtschaftsdaten und ein guter Geschäftsausblick des weltgrößten Konzerns, General Electric, hatten zu der festen Tendenz beigetragen. Nachbörslich allerdings trübte der Handyhersteller Motorola die Stimmung. Auch der Chiphersteller Micron Technology veröffentlichte nach Börsenschluss Zahlen, die unter den Erwartungen der Analysten lagen.

Der US-Halbleiter- und Telekommunikationskonzern Motorola hat für das erste Quartal 2002 eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgesprochen und wird im kommenden weitere 9400 Stellen streichen. Im ersten Quartal des kommenden Jahres sei mit einem Verlust je Aktie von 11 bis 14 US-Cent zu rechnen. Die von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten den Verlust auf 3 US-Cent je Aktie geschätzt.

Das Nettoergebnis des US-Speicherchipherstellers Micron Technology ist im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres drastisch eingebrochen. Hatte das Unternehmen im vergleichbaren Vorjahresquartal noch einen Nettogewinn von 360 Millionen US-Dollar aus dem fortlaufenden Geschäft ausgewiesen, so fuhr es im abgelaufenen Quartal einen Nettoerlust von 265,9 Millionen Dollar ein.

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück   und die HypoVereinsbank   stehen in den Startlöchern für ihre geplante Kooperation. Einzelheiten zu der Zusammenarbeit wollen die beiden Konzerchefs Hans-Jürgen Schinzler und Albrecht Schmidt heute in München bekannt geben. Im Zuge der Neuordnung der deutschen Finanzlandschaft will die Münchener Rück ihren Anteil an der HypoVereinsbank Anfang kommenden Jahres von gut fünf auf 25,7 Prozent aufstocken. Als Folge der Zusammenarbeit vertreibt die HypoVereinsbank künftig exklusiv die Produkte der Münchner Rück- Tochter Ergo. Zur Ergo-Gruppe gehören die Versicherungen Hamburg-Mannheimer, DAS, DKV und Victoria.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn nimmt heute zur aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland Stellung. Der ifo-Geschäftsklimaindex hatte Anfang der Woche zwar eine gewisse Stabilisierung der wirtschaftlichen Stimmung signalisiert. Dennoch rechnen viele Experten nicht mit einem baldigen Aufschwung. So korrigierte der Internationale Währungsfonds (IWF) gestern seine Wachstumsprognosen für Deutschland leicht nach unten. Der IWF rechnet nur noch mit einem Wachstum von 0,5 Prozent in diesem Jahr und 0,7 Prozent im kommenden Jahr. ifo-Chef Sinn will auf der Pressekonferenz in München auch neue Umfrageergebnisse der Wirtschaftsforscher vorstellen.

Der Foto-Dienstleister PixelNet wird im laufenden Geschäftsjahr seinen angestrebten Konzernumsatz von 222 Millionen Euro erreichen. Dazu habe insbesondere die erfolgreiche Restrukturierung der im Februar diesen Jahres übernommenen Photo Porst AG beigetragen, teilte das Unternehmen vor Handelbeginn mit. Im Jahr zuvor betrug der Erlös der am neuen Markt notierten Firma 22,1 Millionen Euro (43,2 Millionen Mark).

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Mittwoch freundlich geschlossen. Der Nikkei verbesserte sich um 39,76 Punkte oder rund 0,4 Prozent auf 10.471 Zähler. Wenige Minuten vor Handelsschluss hatte die Zentralbank eine weitere Lockerung der Geldpolitik bekannt gegeben. Die Regierung schraubte unterdessen ihre Wachstumsprognose für den Zeitraum bis März 2002 herunter.

Der US-Dollar notierte um 15.00 Uhr Ortszeit leichter mit 128,10-13 Yen nach 128,36-39 Yen am Vortag. Der Euro notierte leichter mit 0,9008-11 Dollar nach 0,9021-24 Dollar am Dienstag.