Börsenausblick: Uneinheitliche Vorgaben - DER SPIEGEL
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Börsenausblick Uneinheitliche Vorgaben

In Frankfurt wird zum Wochenschluss mit einer behaupteten Eröffnung gerechnet. Die Vorgaben aus Japan und New York sind gemischt.
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Frankfurt am Main - Dem deutschen Aktienmarkt steht ein ruhiger Wochenschluss bevor. In Frankfurt stehen für Freitag keine wichtigen Unternehmensmeldungen an. Händler warten stattdessen auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Gegen 16 Uhr (MESZ) wird der Index des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan für September veröffentlicht.

Der Anfang der Woche vom Forschungsinstituts Conference Board veröffentliche Index zum Verbrauchervertrauen ist dramatisch gefallen und hat den niedrigsten Stand seit 1996 erreicht. Marktbeobachter rechnen damit, dass die wirtschaftliche Erholung noch auf sich warten lässt, solange die Konsumenten nicht wieder Vertrauen in die Wirtschaft schöpfen und die Konsumausgaben ankurbeln.

In den USA schloss der Dow Jones nach einer Schlussrallye am Donnerstag um 1,33 Prozent fester auf 8681 Punkten. Die Nasdaq fiel um 0,23 Prozent auf 1461 Punkte zurück.

Interessant dürfte heute die Entwicklung der Papiere von SAP   und DaimlerChrysler   werden. Die Softwareschmiede hat am Morgen angekündigt, ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von bis zu 400 Millionen Euro zu starten. Der Erwerb soll der späteren Bedienung von Wandlungs- und Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsplans (Long-Term-Incentive-Plan der SAP AG 2000) und dem Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen dienen, hieß es in einer Ad-hoc-Meldung.

DaimlerChrysler setzt auf Kontinuität: Jürgen Schrempp soll bis zum Jahr 2005 Vorstandschef bleiben. Wie das Unternehmen in Stuttgart am späten Donnerstagabend bekannt gab, hat der Aufsichtsrat entsprechende Beschlüsse gefasst.

Die im MDax notierte Aktie von ProSiebenSat.1 könnte im Handelsverlauf unter Druck stehen, nachdem der Medienkonzern seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2001 nach unten revidiert hat. Im Vergleich zum Rekordjahr 2000 werde jetzt mit einem Umsatzrückgang von vier Prozent gerechnet, hieß es. Der Jahresüberschuss werde voraussichtlich um rund zehn Prozent sinken. Das Ergebnis vor Steuern werde um rund 30 Prozent sinken.

Feste Tendenz in Tokio

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat am Freitag im Vormittagshandel kräftige Gewinne verbucht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte legte um 185,10 Punkte oder 1,9 Prozent zu und notierte um 11.00 Uhr Ortszeit beim Stand von 9881 Punkten. Der breiter angelegte Topix gewann 22,29 Punkte oder 2,2 Prozent hinzu und notierte zur Halbzeit beim Zwischenstand von 1026 Punkten.

Der Dollar notierte in Tokio um 11.00 Uhr Ortszeit fester mit 119,28-32 Yen nach 118,63-66 Yen am späten Donnerstag. Der Euro wurde im frühen Geschäft schwächer mit 0,9170-73 Dollar festgestellt nach 0,9208-10 Dollar am späten Vortag. Zum Yen notierte der Euro dagegen fester mit 109,81-85 Yen nach 109,24-28 am späten Vortag.