Börsenausblick Warten, bis der Tag vorbei ist
Frankfurt am Main Wie schon in den vergangenen Handelstagen sollten die Umsätze in Frankfurt heute gering bleiben. Aus Furcht vor neuen Terroranschlägen haben sich viele Marktteilnehmer seit Anfang der Woche zurückgehalten. Zudem trüben Sorgen um einen Krieg mit dem Irak die Stimmung.
Dabei sind die aktuellen Vorgaben aus New York ordentlich: In den letzten zwei Handelsstunden am Dienstag zogen die Aktienmärkte an und schlossen deutlich im Plus. Der Dax gewann gestern um 1,9 Prozent auf 3494 Punkten aus dem Handel.
Wichtige Unternehmensnachrichten stehen heute nicht an. Der Tag steht ganz im Zeichen des 11. September. So wird die Wall Street heute erst gegen 17 Uhr (MESZ) eröffnen. Damit soll den Börsianern die Gelegenheit gegeben werden, an den zahlreichen Gedenkveranstaltungen teilzunehmen.
Die Wall Street wartet auf die geplante Rede von US-Präsident George W. Bush vor den Vereinten Nationen und auf eine Kongressanhörung mit Notenbankchef Alan Greenspan.
Sollten Terroranschläge heute Ausbleiben könnten im späten Handel nach Meinung von Marktbeobachtern die Kurse deutlich anziehen. Diese Art der "Erleichterungs-Rallye" habe man bereits am 4. Juli, den Nationalfeiertag der USA, beobachten können, hieß es.
Terrorängste und Irak-Sorgen überschatten Wall Street
Der Dow-Jones-Index stieg am Dienstag um 83,23 Zähler oder ein Prozent auf 8602 Punkte. Der Nasdaq legte um 15,49 Zähler oder 1,2 Prozent auf 1320 Punkte zu.
Der Dow hatte am 10. September vergangenen Jahres, am Vorabend der Zerstörung des World Trade Center, mit 9605 Punkten geschlossen. Dann waren die US-Börsen wegen der Terrorattacken bis 17. September 2001 geschlossen geblieben. Sie hatten anschließend nach Wiedereröffnung starke Kursverluste verbucht. Der Dow war am ersten Tag des Handels um 684,80 Zähler auf 8920 Punkte abgesackt.