Börsenblick: Gute Vorgaben aus New York - DER SPIEGEL
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Börsenblick Gute Vorgaben aus New York

Nach der verspäteten Zinsrallye gehen die deutschen Aktienmärkte mit festen Vorgaben in den letzten Handelstag der Woche. Die Stimmung wird von einer Gewinnwarnung aus den USA leicht getrübt. Am Neuen Markt kreist wieder der Pleitegeier.
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Frankfurt am Main - Am Frankfurter Aktienmarkt bereiten sich Händler auf einen freundlichen Handelsauftakt vor. Die kleine Rallye vom Vortag sollte die Kurse auch am Freitag noch beleben.

Belastend könnte sich eine Gewinnwarnung von PMC Sierra auswirken. Der Spezialist für Breitband-Kommunikation wird im zweiten Quartal mit seinem Ergebnis und Umsatz voraussichtlich knapp unterhalb der Analysten-Prognosen liegen. Im zweiten Vierteljahr des laufenden Geschäftsjahres werde nun ein Verlust je Aktie von sieben bis neun Cent erwartet, erklärte das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss. Grund für die Entwicklung sei die fortgesetzte Schwäche bei der Verbraucher-Nachfrage, hieß es.

Der Blue-Chip-Index Dow Jones kletterte einen Tag nach der Leitzinssenkung in den USA um 1,26 Prozent auf 10.566 Punkte. Der breiter gefächerte S&P 500 verbesserte sich um 1,25 Prozent auf 1226 Zähler. Der Technologieindex Nasdaq kletterte um 2,44 Prozent auf 2.125 Punkte.

Von den Dax-Unternehmen gibt es am Freitag kaum kursbeeinflussende Nachrichten. Die Wachstumswerte versprechen hingegen wieder einen turbulenten Handel. Nachdem am Donnerstag die Sunburst AG mit ihrem Sanierungskonzept gescheitert ist und nun voraussichtlich den Neuen Markt verlassen wird, hat heute Kabel New Media einen Zahlungsstopp bekannt gegeben. Nach dem Verhandlungsabbruch mit einem Investor scheint die finanzielle Lage der Internetagentur immer bedrohlicher zu werden. Der schon ausgebombte Aktienwert wird wohl weiter verlieren.

Börse in Tokio erholt sich

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat sich am Freitagvormittag von den Vortagesverlusten erholt. Nach der positiven Vorgabe der Wall Street stieg der Nikkei-Index für 225 führende Werte bis 11.00 Uhr Ortszeit um 2,1 Prozent und notierte bei 12.948 Zählern. Der breiter angelegte Topix stieg um 1,5 Prozent auf den Zwischenstand von 1298 Zählern.

Kurz zuvor hatte die japanische Regierung bekannt gegeben, dass die Arbeitslosenquote im Mai auf den Rekord von 4,9 Prozent gestiegen war. Doch konnte dies nach Aussagen von Händlern den Aktienmarkt nicht sonderlich beeinflussen.

Euro stabilisiert sich nach Talfahrt vom Vortag

Der Euro hat sich nach seiner Talfahrt am Vortag zum Dollar wieder gefangen. Die Gemeinschaftswährung gab aber zum Yen weiter nach, der sich auch zur Währung wegen Warnungen japanischer Regierungspolitiker vor einem zu schwachen Yen deutlich erholen konnte. Der Dollar war wegen der sechsten Leitzinssenkung in den USA, kräftigen Kursanstiegen an den US-Aktienmärkten und schwindenden Hoffnungen auf eine Zinssenkung in der Euro-Zone fast einen Cent auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 0,8438 Dollar gestiegen.

Gegen 7.00 Uhr MESZ notierte der Euro mit 0,8455/59 Dollar nach 0,8436 Dollar zum Handelsende in New York. Der Dollar kostete nur noch 124,00 Yen nach einem Schlusskurs von 124,63 Yen.