Börsengang Bahn plant Handels-Start im November
Frankfurt am Main - Am 5. November soll es soweit sein - ab dann sollen die Aktien der Bahn-Tochtergesellschaft für Personen- und Güterverkehr gehandelt werden, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet. Die Bahn wollte den Termin nicht bestätigen. Mit dem Börsengang betraute Kreise bezeichneten das Datum jedoch als "realistisch". Ein Börsengang im Dezember sei auszuschließen, ein Termin im Oktober kaum einzuhalten, hieß es.
Bahn und Bundesregierung hätten unterdessen die Banken bestimmt, die die Teilprivatisierung des bisherigen Staatskonzerns im Herbst begleiten sollen, teilte die Bahn am Dienstag mit. Demnach seien die Deutsche Bank, die US-Investmenthäuser Goldmann Sachs und Morgan Stanley sowie die Schweizer UBS in "einem umfangreichen Auswahlprozess als globale Koordinatoren" bestimmt worden, hieß es. Ursprünglich hätten mehr als zehn Kandidaten zur Auswahl gestanden, berichteten Kreise. In den kommenden Wochen würden aber noch weitere Institute bestimmt, die im Zuge der Teilprivatisierung der DB Mobility Logistics Aktien an Investoren verkaufen sollen, teilte die Bahn mit.
Die Bundesregierung hatte Ende April den Weg für die Teilprivatisierung des Bahn-Konzerns freigemacht. Das Kabinett beschloss, dass insgesamt 24,9 Prozent des Personen- und Güterverkehrs an die Börse gebracht werden sollen. Der Unternehmensteil soll dazu in eine eigene Tochtergesellschaft verlagert werden, die DB Mobility Logistics. Die Infrastruktur wie Schienennetz und Bahnhöfe dagegen bleibt auch weiterhin in Bundesbesitz.
ase/AFP