Börsenkonzentration: Frankfurt und Dublin kooperieren - DER SPIEGEL
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Börsenkonzentration Frankfurt und Dublin kooperieren

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Frankfurt/Main - Die Konzentration in der europäischen Börsenlandschaft schreitet voran. Nach einer Absichtserklärung zwischen der Deutschen Börse und der Irish Stock Exchange (ISE) wird der Aktienhandel auf der Insel schon bald faktisch von den Frankfurtern dominiert. Zum einen will die ISE den irischen Markt künftig auf Basis des deutschen Xetra-Systems organisieren. Zum anderen wird der Betrieb dieses Handelssystems von der Deutschen Börse übernommen. "Der neue elektronische Markt soll im zweiten Quartal 2000 starten", teilte die Deutsche Börse am Mittwoch in Frankfurt mit.

Die Deutsche Börse unterstreicht damit ihre Ambitionen, an führender Stelle bei der erwarteten Konzentration der Handelsplätze dabei zu sein. Zuvor hatte bereits die Wiener Börse das Xetra-System übernommen, und die finnische Börse ist auf das System der deutsch-schweizerischen Terminbörse Eurex umgestiegen.

Das deutsch-irische Abkommen sieht nun vor, dass irischen Aktien und Unternehmensanleihen in einem speziellen Segment auf Xetra gehandelt werden. Die ISE verspricht sich von diesem Schritt den Anschluss an die geplante europäische Börse, an der sich neben den wichtigsten Handelsplätzen Frankfurt und London sechs weitere Börsengesellschaften von Amsterdam bis Zürich beteiligen wollen. Xetra sei ein "weltweit akzeptiertes Handelssystem", betonte der ISE-Chef Tom Healy.