Börsenkrise: Brutaler Absturz in Tokio - DER SPIEGEL
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Börsenkrise Brutaler Absturz in Tokio

Die asiatische Leitbörse in Tokio hat weiter kräftig an Boden verloren. Auch ein eilig angekündigtes Notpaket für Japans Wirtschaft konnte daran nichts ändern.
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Tokio -. Der Nikkei-Index fiel am Freitag um weitere 3,3 Prozent und notierte damit so tief wie seit Juli 1985 nicht mehr. Aktien gerieten auf breiter Front unter Verkaufsdruck, einschließlich der schwer gebeutelten Hochtechnologiewerte.

Zu den Verlierern gehörten NEC, Sharp, Fujitsu, Advantest, Kyocera und Tokyo Electron. Matsushita Electric hingegen konnten zulegen. Im Telekomsektor zeigten sich NTT DoCoMo und NTT schwächer, während Japan Telecom Kaufinteresse auf sich zogen. Unter den Autotiteln tendierten Toyota, Honda und Nissan fester, Isuzu und Mitsubishi Motors hingegen schwächer.

Japans regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) will nach eigenen Angaben in der kommenden Woche ein Notpaket für die Wirtschaft zusammenstellen. LDP-Generalsekretär Makoto Koga sagte am Freitag in Tokio, die Wirtschaftslage verschlimmere sich viel schneller als erwartet. Daher sei ein solches Paket notwendig. In einem Entwurf des politischen Programms der LDP für das Jahr 2001 hieß es zudem, die Regierung werde die japanische Notenbank (BOJ) darum bitten, ihre Geldpolitik quantitativ zu lockern.

Noch am Donnerstag hatte BOJ-Präsident Masaru Hayami erklärt, die Bank denke nicht über eine solche Lockerung nach. Zuvor hatte die BOJ den entscheidenden Zielsatz für Tagesgeld gesenkt. Hayami hatte die Entscheidung mit der jüngsten Aktienmarktschwäche und der Exportverlangsamung des Landes begründet. Im Januar war die Arbeitslosenquote in Japan auf den Rekordwert von 4,9 Prozent gestiegen.