Börsenranking: Deutsche Automanager liegen vorne - DER SPIEGEL
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Börsenranking Deutsche Automanager liegen vorne

Eine neue Umfrage unter Privatanlegern zeigt, dass nur wenige Investoren erneut Aktien des Neuen Marktes kaufen würden. Das größte Vertrauen haben deutsche Kleinanleger zu den Spitzenmanagern der Automobilindustrie.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Einen Machertyp im Stile eines Jürgen Schrempp hat er nie verkörpert. Auch das diabolische Lächeln eines Ferdinand Piëch bringt er nicht zu Stande. Und doch hat Joachim Milberg seine beiden Konkurrenten erneut übertrumpft. Der scheidende BMW-Chef ist der beliebteste deutsche Spitzenmanager. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die Zeitschrift manager magazin (mm) unter Privatanlegern durchgeführt hat. Milberg, der im Mai 2002 aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten will, wurde von den Anlegern bereits zum dritten Mal in Folge zum besten Konzernlenker gekürt. 75 Prozent der befragten Aktienbesitzer trauen Milberg zu, den Aktienkurs seines Unternehmens nachhaltig zu steigern. Mit diesem Ergebnis führt der BMW-Lenker in der mm-Umfrage vor Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch (71 Prozent Zuspruch) und DaimlerChrysler-Manager Jürgen Schrempp (68 Prozent). An vierter Stelle rangiert Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (68 Prozent).

Die meisten Anleger setzen auf Bluechips

Unter den privaten Anlegern in Deutschland macht sich laut der Umfrage drei Monate nach den Terroranschlägen auf New York und Washington wieder verhaltener Optimismus breit. Mit einem Wert von plus 1,0 (auf einer Skala von minus 5 bis plus 5) wird das Börsenklima positiver eingeschätzt als noch vor einem Vierteljahr (plus 0,6). 25 Prozent der Privatanleger in Deutschland sind den Angaben zufolge erneut bereit, Geld am Neuen Markt anzulegen. Das Gros der Aktionäre bevorzugt jedoch die etablierten Firmen aus dem Dax oder dem europäischen Index EuroStoxx.

Der Stimmungsaufschwung kommt den Chefs der großen deutschen Unternehmen zugute. 14 der 20 Topmanager, die zur Wahl gestellt wurden, konnten ihr Ansehen teilweise deutlich verbessern. Abgestraft wurde hingegen Lufthansa-Lenker Jürgen Weber. Trotz des strikten Sparkurses, den Weber der Airline verordnet hat, trauen ihm nur noch 37 Prozent der Anleger zu, den Aktienkurs deutlich zu steigern.