Börsenschluss Dax und Dow auf Klettertour
Frankfurt am Main/New York - Der Dax stieg zum Handelsschluss auf 5705,42 Zähler, der MDax legte um 0,3 Prozent auf 7849,20 Punkte zu. Lediglich der TecDax lag mit 0,6 Prozent auf 614,06 Zähler im Minus.
Die stärksten Kursgewinne im Dax verbuchte die Aktie von Bayer mit plus 2,3 Prozent. DaimlerChrysler und Metro verbesserten sich um jeweils 2,2 Prozent. Der Handelskonzern Metro übernimmt das Deutschlandgeschäft des US-Konkurrenten Wal Mart. Die stärksten Kursverluste im DAX musste das BASF-Papier mit minus 0,9 Prozent hinnehmen. Der Kursgewinner vom Vortag, die VW-Aktie büßte 0,8 Prozent ein. Der Euro gab gegenüber dem Dollar nach. Der Referenzkurs der Gemeinschaftswährung wurde mit 1,2664 Dollar festgesetzt nach 1,2737 Dollar am Vortag.
In den USA reagierte die Wall Street erfreut auf die deutliche Abkühlung der US-Konjunktur im zweiten Quartal. Denn die Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 2,5 Prozent könnte eine weitere Zinserhöhung in den USA überflüssig machen. Der Dow Jones stieg bis 19.20 Uhr MEZ um 1,1 Prozent auf 11.220 Zähler, der Nasdaq Composite legte um 1,6 Prozent auf 2086 Punkte zu.
Tech-Werte auf der Gewinnerstraße
Der Dollar ist am Nachmittag nach Bekanntgabe der Bip-Daten stark unter Abgabedruck geraten. Der Euro stieg dabei deutlich über die Marke von 1,27 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag noch einen Referenzkurs von 1,2664 Dollar festgestellt
Gute Quartalsergebnisse von Sony, Canon und anderen Elektronikkonzernen sorgten in Japan für steigende Kurse. Der Nikkei-Index stieg bis Handelsschluss um 1,07 Prozent auf 15.342,87 Zähler
Die Commerzbank erklärte in ihrem Wochenrückblick, die internationalen Aktienmärkte hätten sich überraschend gut behauptet. "Offenbar beginnen sich die Marktteilnehmer mit den politischen Risiken abzufinden und auch die hohen Energiepreise verbreiten aktuell nur wenig Schrecken". Positiv hätten die ersten Quartalszahlen deutscher Unternehmen gewirkt, die durchweg besser aufgenommen worden seien als erwartet, insbesondere in der Automobilindustrie.
An der Konjunkturfront zeigten sich in dieser Woche allerdings einige dunkle Wolken, weil der Rückgang des Ifo-Geschäftsklima-Index im Juli etwas stärker ausfiel als allgemein angenommen.
itz/mm.de/AP/ddp